Geschützt: Interaktives Curriculum-Tool für den Studiengang Soziale Arbeit an der BFH

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Rückblickend erwies sich die Wahl von Figma als sinnvoll für den iterativen Entwurfs- und Abstimmungsprozess mit dem externen Auftraggeber. Gleichzeitig zeigte sich jedoch, dass ich zu Beginn den Umfang und die Komplexität des Projekts unterschätzt habe. Insbesondere die Vielzahl an Modulen und deren Beziehungen führten dazu, dass erste Entwürfe inhaltlich korrekt, visuell jedoch teilweise zu dicht und überladen wirkten. Erst durch mehrere Überarbeitungsschritte konnte eine angemessene Balance zwischen Informationsdichte und visueller Klarheit gefunden werden.

Auch der iterative Prozess hätte zu Beginn strukturierter geplant werden können. In einzelnen Phasen arbeitete ich stark lösungsorientiert, ohne gewisse konzeptionelle Entscheidungen ausreichend früh zu hinterfragen. Dies führte dazu, dass gestalterische Ansätze später nochmals grundlegend angepasst werden mussten. Für zukünftige Projekte nehme ich mit, konzeptionelle Entscheidungen frühzeitig klarer zu definieren und stärker zu priorisieren.

Ein weiterer kritischer Punkt betrifft die Abbildung von Interaktionen im Figma-Prototyp. Obwohl das Tool viele Möglichkeiten zur Simulation von Zuständen und Übergängen bietet, wurde mir im Verlauf des Projekts bewusst, dass gewisse Interaktionen in der Praxis weniger intuitiv sind, als sie im Prototyp erscheinen. Eine frühere und breitere Einbindung von Testpersonen hätte geholfen, Nutzungshürden früher zu erkennen und gezielter darauf zu reagieren.

Auch die Perspektive einer späteren technischen Umsetzung als Website wurde anfänglich nicht konsequent genug mitgedacht. Erst im Verlauf der Arbeit zeigte sich, dass einzelne visuelle und interaktive Lösungen technisch komplex oder nur eingeschränkt umsetzbar wären. Für zukünftige Projekte ist es daher ein zentrales Learning, technische Machbarkeit und spätere Implementierungsmöglichkeiten bereits in frühen Konzeptionsphasen stärker mitzudenken.

Insgesamt war das Projekt trotz dieser Herausforderungen sehr lehrreich. Die selbstkritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Arbeitsprozess sowie mit den Grenzen des gewählten Tools trug wesentlich dazu bei, meine gestalterischen, konzeptionellen und methodischen Kompetenzen weiterzuentwickeln.