Ein Weihnachtsmusical mit Flair

Simeon ist Bauer in dem kleinen, verschlafenen und unbedeutenden judäischen Städtchen Bethlehem. Wegen seiner tollpatschigen Art wird er von der Gemeinschaft regelmässig ausgegrenzt und kaum einer nimmt ihn richtig wahr. Als plötzlich römische Soldaten in Bethlehem erscheinen und den kaiserlichen Befehl zur Volkszählung verkünden, wittert das Städtchen seine grosse Chance. Bald schon werden duzende von Reisenden erwartet, die untergebracht und versorgt werden müssen. Die Gelegenheit, um endlich besonders und berühmt zu werden. Auch für Simeon?


Um diese Geschichte drehte sich das Weihnachtsmusical der GvC im 2025.
Von Bianca Miglioli wurde ich ende Sommer angefragt, ob ich Lust hätte, die Requisiten für das Musical zu übernehmen. Da ich wusste, dass dieses Semester zusammen mit dem Major Live Communication und dem Multimedia Award viel wird, war ich etwas zögerlich, bis sie mich dann doch überreden konnte mitzumachen. Dies war eine sehr gute Entscheidung, da es mir unglaublich viel Spass machte, eine Welt zu kreieren, welche auf das von Bianca und Tabea geschriebenem Skript passte.

Käti Götz war für die Kostüme verantwortlich, was mir schon einen riesigen Workload abnahm. Denn so konnte ich mich zusammen mit Dominic Waser vollkommen auf das Bühnenbild und die Requisiten konzentrieren. Ich setzte mich also mit ihm zusammen und Brainstormte, wie wir dieses Städtchen Bethlehem so einrichten konnten, dass es die Zuschauenden beeindruckt, aber doch Platz fürs Schauspielen und Tanzen lies.
Wir einigten uns darauf, dass es sich um eine Häuserfassade drehen sollte, welche mich so mit Requisiten ausgestattet wird, dass es nach einer Atelier und Shoppingville aussieht. Wir mussten nämlich ins Bühnenbild eine Herberge, ein Nähatelier, eine Schneiderei, ein Töpferatelier, ein Gemüsestand sowie einen Stall integrieren.

Obwohl die GvC Winterthur schon ein ziemlich grosser Fundus hat, klapperte ich alle meine Kontakte ab und sammelte von Amboss, über handgemachte Tonbecher, Drehscheibe und alte Mistgabeln alles zusammen, damit ein Stimmiges Bühnenbild entstehen kann.

Geplant war eigentlich nur, dass ich das Material organisiere und Dominic das Bild dann am Donnerstag vor Hauptprobe zusammenstelle, da ich in diesen Tagen mit dem Awardaufbau beschäftigt war. Spontan meldete sich Dominic jedoch, dass er die zu machenden Aufgaben überschätzt hat und keine Zeit mehr habe, die Requisiten zu platzieren. So baute ich das Bühnenbild am Donnerstag nach dem Awardaufbau noch alleine auf. Bis spät in der Nacht verwirklichte ich meine Vision, die zuvor nur in meinem Kopf lebte. Die Anzahl Schritte, die ich an diesem Tag machte und die Kilos, die ich Treppe hoch und runter schleppte möchte ich gar nicht wissen.

Die erfreuten Gesichter und positiven Rückmeldungen der Teamkolleg:innen machten aber jeden Schweisstropfen wert.
Das Aufführungswochenende stand bevor und alle waren etwas nervös, ob alle Texte sitzen und auch die Technik funktioniert. Die Aufregung war jedoch völlig unbegründet, denn auch als etwas nervöse Souffleuse hatte ich nichts zu tun während beiden Vorstellungen.
Nach all diesen Vorbereitungen waren alle traurig, dass es nur zwei Vorstellungen gab und nicht noch mehr. Denn die Zusammenarbeit mit allen war wunderbar und sehr harmonisch, es hagelte Komplimente von Zuschauenden und auch Teamintern, was den ganzen Anlass noch viel schöner machte.

Rund 100 Mitwirkende im alter von 6 und 76 haben dieses Wochenende und die Vorweihnachtszeit mit ihren arbeiten geprägt und davon einen Teil sein zu können, war ein riesen Privileg. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und die Magie die da wirken darf.

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Dieses Video führt dich zur Aufnahme des Musicals.

(abb)

Ein Bühnenbild so zu gestalten, dass eine gewisse Atmosphäre entsteht, trotzdem Platz für Tanz und Schauspiel lässt, war für mich eine ganz neue Erfahrung, bei der ich meine Kreativität freien lauf lassen konnte, was mir enorm viel Spass bereitete. Was mir jedoch einmal mehr bewusst wurde, wie wichtig Connections sind, damit alles so zum leben erweckt werden kann, wie es geplant ist.

Ich durfte einmal mehr erfahren, wie wertvoll es ist, einfach von einem Projekt zu erzählen und davon zu berichten, was einem noch Felt, dass die Vision wahr wird. denn so viele Dinge konnte ich organisieren, gerade weil mich Leute darauf hingewiesen haben, dass sie dort noch etwas zuhause haben, das passen könnte, oder jemanden kennen, welche:r etwas dazu beitragen könnte. So muss man sich manchmal überwinden einfach in einer Schmiererei anzurufen und nach einer Schürze fragen, oder in einen WhatsApp-Chat mit 180 Leuten zu schreiben, ob jemand einen Amboss besitzt.

Leider habe ich noch nicht mehr Bilder, da die Fotografin noch nicht alle Bilder geschickt hat:/