7 Tage Saftkur – ein Selbstexperiment

Eine Woche lang keine feste Nahrung, nur Säfte und flüssige Mahlzeiten, und das mitten im normalen Alltag. In diesem Selbstexperiment habe ich ausprobiert, wie sich eine Saftkur auf Energie, Stimmung und tägliche Aktivitäten auswirkt und daraus ein kurzes Video für Social Media erstellt.

Was ist eine Saftkur?

Beim Saftfasten handelt es sich um eine Form des Fastens, bei der für einen bestimmten Zeitraum auf feste Nahrung verzichtet wird. Stattdessen werden ausschliesslich Obst- und Gemüsesäfte sowie teilweise auch Suppen oder pürierte Mahlzeiten zu sich genommen. Ziel ist es, den Körper zu entlasten, den Stoffwechsel umzustellen und bewusster mit dem eigenen Essverhalten umzugehen.

Vorbereitung

Oft wird eine solche Fastenkur mit einer Vorbereitung eingeleitet. In meinem Fall habe ich vor Beginn Glaubersalz eingenommen. Dieses wird häufig verwendet, um den Darm zu entleeren und den Körper auf die Umstellung vorzubereiten. Die Einnahme ist nicht besonders angenehm, gehört aber für viele zu einer klassischen Fastenroutine.

Meine Erfahrungen

Die ersten beiden Tage meiner Saftkur verliefen überraschend einfach. Ich konnte meinen Alltag wie gewohnt gestalten, war in der Bibliothek, im Fitnessstudio und habe sogar Ballettunterricht gegeben. Mein Energielevel war hoch, und ich verspürte kaum Hunger. Diese Phase hat mir gezeigt, dass der Körper kurzfristig gut ohne feste Nahrung auskommen kann.

Am dritten Tag habe ich dann einen deutlichen Unterschied gemerkt. Obwohl ich immer noch viel unterwegs war, im Stall und am Abend an einem Konzert, habe ich zum ersten Mal richtig Hunger gespürt. Auch meine Energie war tiefer und ich hatte zwischendurch Kopfschmerzen. Vor allem gegen Abend wurde ich ziemlich müde und mir wurde schwindlig, weshalb ich ein Traubenzucker nahm.

Am vierten Tag habe ich es dann ruhiger genommen. Ich habe gemerkt, dass mein Körper eine Pause braucht. Am Abend war ich an einer Geburtstagsfeier, was es nicht einfacher gemacht hat. Während alle gegessen haben, musste ich verzichten. Vor allem bei der selbstgemachten Pizza war das gar nicht so leicht.

In den Tagen danach wurde es wieder etwas besser. Ich hatte das Gefühl, dass sich mein Körper langsam daran gewöhnt. Ich konnte mich wieder besser konzentrieren und meinen Alltag normal gestalten. Trotzdem waren die Abende oft schwierig, besonders wenn andere gegessen haben.

Am siebten Tag hatte ich weniger starken Hunger, dafür umso mehr Lust, wieder normal zu essen. Deshalb habe ich am Abend langsam wieder mit fester Nahrung angefangen.

Rückblickend bin ich positiv überrascht von der Erfahrung. Ich hatte weniger Hunger als erwartet und konnte meinen Alltag grösstenteils normal bewältigen. Besonders interessant war es zu beobachten, wie sich mein Körper im Verlauf der Woche verändert und angepasst hat. Gleichzeitig wurde mir bewusst, wie stark Essen auch mit Gewohnheiten, Langeweile und sozialen Situationen verbunden ist. Viele dieser Reaktionen decken sich auch mit typischen Erfahrungen beim Fasten.

Fakten übers Fasten

Beim Fasten verzichtet der Körper über einen bestimmten Zeitraum auf feste Nahrung. Nach einigen Stunden beginnt er, seine Energie nicht mehr aus zugeführter Nahrung zu gewinnen, sondern aus den eigenen Reserven. Dabei wird zuerst auf gespeicherte Kohlenhydrate zurückgegriffen, später vermehrt auf Fett.

Viele Menschen berichten während des Fastens von unterschiedlichen Erfahrungen. In den ersten Tagen treten häufig Hunger, Müdigkeit oder Kopfschmerzen auf. Nach einigen Tagen kann sich das jedoch verändern, manche fühlen sich dann klarer im Kopf oder energiegeladener. Diese Reaktionen können aber von Person zu Person sehr unterschiedlich sein.

Selbstexperiment im Video

Das folgende Video zeigt mein Selbstexperiment in kompakter Form:

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(mbi)

Idee
Da ich schon länger darüber nachgedacht hatte, eine Saftkur auszuprobieren, bot es sich an, daraus ein Projekt zu machen. Mein Ziel war es, zu beobachten, wie sich eine Woche Fasten auf meinen Alltag auswirkt, ob ich durchziehe und wie es mit dem Hunger und Energielevel geht.
Ich habe mir überlegt, dass kurze, tägliche Clips, ergänzt durch Voice-Over, die Erfahrung am besten vermitteln. Zusätzlich wollte ich zeigen, wie sich mein Körper im Verlauf der Woche anpasst, welche Herausforderungen auftreten und welche persönlichen Eindrücke ich dabei sammle.

Umsetzung
Ich habe die Woche so geplant, dass ich jeden Tag kurze Clips meines Alltags aufnehme. Dafür habe ich mir bereits im Voraus Gedanken gemacht, was ich in dieser Woche vorhabe und mir notiert, was ich filmen könnte. Dazu gehörten Aufnahmen meiner Aktivitäten, jedoch auch generischer B-Roll von beispielsweise den Säften, meinen Händen oder einem Glas. Am Ende jedes Tages habe ich die Aufnahmen gesichtet und markiert, welche Clips ich im Video verwenden wollte. In CapCut habe ich die Clips nach Tagen sortiert, die Timeline erstellt und die Szenen in passender Reihenfolge geschnitten. Danach habe ich mir einen Offtext geschrieben, welcher informativ, aber nicht zu lange ist. Diesen habe ich dann eingesprochen und passend zu den Videos geschnitten. Mir ist erst zu spät aufgefallen, dass der Ton nicht immer ganz rein ist. Aus zeitlichen und technischen Gründen war es mir dann leider nicht mehr möglich, das Ganze erneut mit gutem Equipment aufzunehmen, weshalb ich einfach das Beste aus dem vorhandenen Material gemacht habe.

Fazit und Learnings
Rückblickend bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Video zeigt meine persönliche Erfahrung mit der Saftkur authentisch, inklusive Höhen und Tiefen. Ich habe gelernt, dass das Filmen und Dokumentieren neben dem Alltag gut planbar ist, aber Flexibilität wichtig bleibt, da nicht immer alles wie geplant läuft. Ein-, zweimal war ich so mit meinen Aktivitäten beschäftigt, dass ich fast vergessen habe zu filmen, weshalb es von einigen Tagen weniger aussagende Clips gibt als von anderen.
Für zukünftige Projekte wäre es sinnvoll, mehr Texteinblendungen zu nutzen mit Informationen oder Grafiken, um den Zuschauern mehr Orientierung zu geben. Ausserdem würde ich bei einem nächsten Mal bereits direkt nach dem Aufnehmen den Ton des ganzen Clips kontrollieren, statt nur den Anfang und das Ende, damit auch wirklich alles passt. So müsste ich nicht den Aufwand betreiben, die Knack-Geräusche und sonstigen Fehler zu beheben.