3D Ring

Während meines Auslandssemesters durfte ich drei Brasilianerinnen kennenlernen, deren Herzlichkeit und Stolz auf ihre Heimat mich tief berührt haben. Inspiriert von ihren Geschichten und der faszinierenden Kultur Brasiliens, habe ich mich intensiv mit den Traditionen des Landes auseinandergesetzt. Das Ergebnis dieser Reise ist ein ganz besonderer Ring, den ich in der 3D-Applikation Nomad kreiert und anschliessend im 3D-Druck als physisches Schmuckstück gedruckt.

Hier geht es zum 3D Modell: https://sketchfab.com/models/3e49846e733b46aab2a3d0001f4ffea7/embed

Das Schmuckstück vereint Symbole der Stärke, der Natur und des kulturellen Gedächtnisses. Die Oberfläche des Rings wird von feinen Mustern geformt, die von den Traditionen der Tikuna inspiriert sind, eine Verneigung vor einer Handwerkskunst, die seit Generationen weitergegeben wird. Eine zentrale Form erinnert an ein Schwert als Symbol für die Unabhängigkeit von Portugal, die das Land sehr geprägt hat. Im Herzen des Designs steht die Guarana Pflanze als Zeichen für Lebensenergie und Verbundenheit. Gerahmt wird das Stück von elegant geschwungenen Blättern der Araukarie und des Bananenbaums, welche die Natur des Landes zur Geltung bringen sollte. Feder ähnliche Details sind eine Referenz zu dem Vogel «arara azul» welches ein kleines Merkmal für dieses Land wurde seit der Film Rio auf den Leinwänden zu sehen war.

Inspirationen:

Die Integration der traditionellen Symbole entstand in engem Austausch mit meinen Freundinnen, deren Einblicke und Hilfe für die Details dieses Rings sehr wertvoll waren.

Es war das erste Mal für mich ein Model in 3D zu drucken. So sieht der fertige Ring aus:

(mmi)

Der Weg zum fertigen Ring brachte jedoch auch einige Herausforderungen mit sich. Da Nomad keine klassischen Masseinheiten bietet, gestaltete sich die Vorbereitung für den präzisen 3D-Druck extrem schwierig. Ich musste die Datei exportieren und die Masse erst in der Drucksoftware definieren. Da ich beim digitalen Gestalten die Dimensionen völlig ausser Acht gelassen hatte, war das erste Ergebnis katastrophal: Der Ring kam viel zu klein aus dem Drucker. Es folgte ein mühsames Trial and Error Verfahren. Ich musste die Proportionen, besonders den Ringkorpus, in der App rein nach Gefühl vergrössern und schätzen. Prompt war der nächste Versuch viel zu gross, sodass ich mich erst im dritten Anlauf an die richtige Grösse herantasten konnte.

Auch der Einstieg in Nomad selbst erforderte Geduld, da es im Internet nur wenige Tutorials gibt und ich anfangs stark auf diese angewiesen war. Nach diesen Hürden wurde der kreative Prozess in der App jedoch bemerkenswert intuitiv und mit dem Design bin ich zufrieden.