Wanderpodcast Echo: Die dritte Staffel

Im vergangenen Semester haben wir die dritte Staffel des Wanderpodcasts «Echo» mit vier Episoden produziert.

Im Vergleich zu den vorherigen Staffeln wurde das Format gezielt weiterentwickelt. Mit den neuen Rubriken «Gschichte der Woche», «Sidequests» und «Frage der Woche» erhielten die Folgen einen klareren Aufbau und einen stärkeren roten Faden.

Nachdem in Staffel 2 die Videokomponente bei den Podcastfolgen wegfiel und nur noch für Social Media genutzt wurde, integrierten wir diese in Staffel 3 wieder gezielt. Die Gespräche wurden mit zwei Kameras aufgezeichnet, während die Wanderungen mit dem Smartphone dokumentiert wurden. Daraus entstanden zusätzlich Reels und Kurzclips für Social Media.

Ursprünglich waren fünf Episoden geplant. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen musste eine Wanderung jedoch abgesagt werden, weshalb schliesslich vier Folgen produziert und veröffentlicht wurden.

Mit Staffel 3 konnten wir das Format weiter professionalisieren, ohne die Authentizität und Spontanität zu verlieren, die «Echo» ausmachen.

Die dritte Staffel kanst du dir auf Spotify und neu auch auf Youtube in voller länge ansehen und anhören. Mehr zum Wanderpodcast Echo findest du auf Instagram und unserer Webseite.

(mbi)

## Reflexion

Nach den Erfahrungen aus den vergangenen Semestern wollten wir das Format «Echo» gezielt weiterentwickeln. Unser Ziel war es, die Produktion einfacher und effizienter zu gestalten sowie den Folgen mehr Struktur und einen stärkeren roten Faden zu geben.

Mit der Einführung der festen Rubriken «Gschichte der Woche», «Sidequests» und «Frage der Woche» ist uns dies sehr gut gelungen. Die Rubriken erleichtern die Vorbereitung, schaffen einen Wiedererkennungswert und helfen dabei, die Gespräche sinnvoll zu strukturieren.

Während in Staffel 2 die Videokomponente bei den Podcastfolgen vollständig wegfiel und nur noch für Social Media genutzt wurde, wollten wir sie in Staffel 3 wieder stärker integrieren. Gleichzeitig sollte der Aufwand möglichst gering bleiben. Deshalb zeichneten wir die Podcastgespräche wieder mit zwei Kameras auf, filmten die Wanderungen selbst jedoch ausschliesslich mit dem Smartphone. Aus diesem Material entstanden zusätzlich Reels für Social Media.

Für die Produktion einer Folge benötigten wir zwei Sony Alpha 7 III, zwei kleine Fotostative, einen Zoom H5 Audiorecorder, zwei Lavalier-Mikrofone, Kopfhörer sowie ein Smartphone. Mit diesem Setup konnten wir die gesamte Produktion zu zweit umsetzen.

Zusätzlich führten wir einen festen Veröffentlichungsrhythmus ein. Alle zwei Wochen erschien eine neue Podcastfolge. Dazwischen veröffentlichten wir Ausschnitte aus den Gesprächen, Wander-Reels und Inhalte zu den jeweiligen Sidequests. Dadurch entstand eine klarere Struktur für die Produktion und die Kommunikation auf Social Media.

## Drehtag 1

Die erste Wanderung führte uns auf die Hundwiler Höhi im Appenzellerland. Die Wanderung selbst dauerte rund drei Stunden, insgesamt waren wir jedoch etwa fünf Stunden unterwegs.

Der erste Drehtag diente vor allem dazu, das neue Konzept unter realen Bedingungen zu testen. Die grösste Herausforderung bestand darin, einen geeigneten Ort für die Podcastaufnahme zu finden. Dieser sollte ruhig sein, genügend Platz bieten und gleichzeitig eine schöne Kulisse haben. Nach einiger Suche fanden wir einen passenden Platz und konnten die Folge erfolgreich aufnehmen.

Rückblickend war dieser Drehtag ein wichtiger Testlauf für die gesamte Staffel und zeigte, dass die neue Struktur gut funktioniert.

## Drehtag 2

Für die zweite Folge stellten wir unsere Wanderroute selbst zusammen. Die Strecke führte von Weesen über Amden zu den Seerenbachfällen und anschliessend wieder zurück nach Weesen.

Für die Wanderung und die Aufnahmen benötigten wir insgesamt rund sechs Stunden. Wie bereits bei der ersten Folge war die Suche nach einem geeigneten Aufnahmeort die grösste Herausforderung. Schlussendlich entschieden wir uns für eine Wiese gegen Ende der Wanderung.

Zum ersten Mal traten technische Probleme auf. Während der Aufnahme überhitzten beide Kameras und stoppten die Aufzeichnung. Dadurch mussten wir die Geräte in den Schatten stellen und die Aufnahme unterbrechen. Trotz dieser Schwierigkeiten konnten wir die Folge erfolgreich abschliessen.

## Drehtag 3

Für die dritte Folge waren wir auf der Zwei-Seen-Wanderung am Pizol unterwegs. Dieser Drehtag entwickelte sich zu einem kleinen Abenteuer.

Obwohl die Route offiziell als geöffnet ausgeschrieben war, lag auf grossen Teilen des Weges noch Schnee. Teilweise war die Strecke kaum erkennbar und wir mussten unseren Weg selbst suchen. Besonders anspruchsvoll waren einige steile Passagen, die noch vollständig mit Schnee bedeckt waren.

Während der Wanderung zog sich Andrin eine kleine Schnittverletzung am Bein zu. Glücklicherweise blieb es bei dieser kleinen Blessur und wir konnten die Tour fortsetzen.

Auch an diesem Drehtag machten die Kameras erneut Probleme. Kurz vor Ende der Podcastaufnahme stoppten beide Geräte aufgrund der Hitze. Deshalb mussten wir den Schluss der Folge ein zweites Mal aufnehmen.

## Drehtag 4

Für die vierte und letzte Folge waren wir auf der Vier-Gipfel-Wanderung am Flumserberg unterwegs.

Die Wanderung dauerte rund drei Stunden, mit den Aufnahmen waren wir insgesamt etwa fünf Stunden unterwegs. Auch dieses Mal fanden wir einen passenden Ort für die Podcastaufnahme mit einer eindrucksvollen Aussicht.

Da wir bereits Erfahrungen mit überhitzten Kameras gemacht hatten, versuchten wir die Geräte vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Trotzdem stoppten die Aufnahmen kurz vor Ende erneut, weshalb wir den Schluss der Folge wiederholen mussten.

## Postproduktion

In der Postproduktion teilten wir die Aufgaben auf. Kilian übernahm den Schnitt der Social-Media-Inhalte, während Andrin die Podcastfolgen und zusätzliche Kurzclips bearbeitete.

Bereits nach der ersten Folge optimierten wir unseren Workflow. Der Schnitt eines rund 30-minütigen Podcasts mit mehreren Kameraeinstellungen erwies sich als sehr zeitaufwendig. Deshalb stellten wir auf den Multicam-Schnitt um, was den Bearbeitungsprozess deutlich beschleunigte.

Besonders wichtig war die Audiobearbeitung. Mit Ausnahme der zweiten Folge konnten wir eine konstant gute Tonqualität erreichen. Dort war die Aufnahme aufgrund eines zu hoch eingestellten Pegels übersteuert. Mithilfe von Adobe Audition gelang es jedoch, die Aufnahme grösstenteils zu retten.

Auch das Color Grading stellte uns vor Herausforderungen. Durch die wechselnden Wetter- und Lichtverhältnisse mussten einzelne Sequenzen teilweise separat bearbeitet werden. Gleichzeitig lernten wir, das Log-Format besser zu nutzen und die Belichtung während der Aufnahme gezielter einzustellen.

## Was haben wir gelernt?

Die dritte Staffel hat gezeigt, dass sich das neue Konzept bewährt. Die festen Rubriken geben den Folgen Struktur und erleichtern die Vorbereitung erheblich.

Auch die vereinfachte Produktion funktionierte gut. Das reduzierte Setup lässt sich problemlos zu zweit transportieren und bedienen. Besonders die Entscheidung, die Wanderungen mit dem Smartphone statt mit zusätzlichen Kameras zu filmen, erwies sich als effizient und praxisnah.

Ebenfalls bewährt hat sich der feste Veröffentlichungsplan. Die klaren Termine halfen uns dabei, Produktion, Schnitt und Veröffentlichung besser zu organisieren.

## Was können wir noch optimieren?

Für zukünftige Staffeln möchten wir die technische Überwachung der Aufnahmen verbessern. Eine zusätzliche Person oder externe Monitore könnten helfen, Probleme mit Bild und Ton frühzeitig zu erkennen.

Ausserdem möchten wir das Storytelling innerhalb der Folgen weiterentwickeln. Persönliche Geschichten könnten noch stärker ausgeschmückt werden, um die Zuhörenden emotionaler abzuholen.

Auch auf Social Media sehen wir weiteres Potenzial. Der neue Postingrhythmus war ein guter erster Schritt, dennoch möchten wir künftig häufiger Inhalte veröffentlichen und die Community aktiver einbinden. So kann rund um den Podcast langfristig eine stärkere Community entstehen.