Femizid in Schweizer Medien

Gewalt gegen Frauen ist kein neugeschaffenes Thema. Es ist aber ein Thema mit zunehmender öffentlicher Aufmerksamkeit. Weshalb verwenden Medien Begriffe wie «Femizid» nur zögerlich? Bilden Medien damit einen Rahmen für die öffentliche Wahrnehmung?

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Thesis

Diese Bachelorarbeit untersucht die mediale Berichterstattung über Gewalt an Frauen in der Schweiz mit Fokus auf den Begriff Femizid. Ziel ist es, die historische Etablierung des Begriffs sowie seine Bedeutung für die gesellschaftliche Wahrnehmung geschlechtsspezifischer Gewalt zu analysieren. Anhand der Frage «Wie hat sich die Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen verändert am Beispiel des Begriffs Femizid?» wurden eine quantitative und qualitative Inhaltsanalyse von 50 Artikeln aus fünf Schweizer Medien sowie ein Experteninterview mit einer Frauenberatungsstelle durchgeführt. Untersucht wurden unter anderem die Begriffsverwendung, die Darstellung von Täter und Opfer und die Bildsprache. Die Ergebnisse zeigen, dass der Begriff Femizid vermehrt medial verwendet wird, jedoch uneinheitlich. Qualitätsmedien berichten tendenziell sachlicher und kontextualisiert, während Boulevardmedien häufiger emotionalisieren. Die mediale Sprache prägt die gesellschaftliche Wahrnehmung bedeutend.

Lehrprojekt Podcast

Femizid – was noch? Ist ein Podcast über Femizide in der Schweiz.

Ziel des Lehrprojekt ist es, mit dem Podcast über Femizid aufzuklären und damit den gesellschaftlichen Wandel zu fördern. Es werden die Strukturen sichtbar gemacht, die Gewalt gegen Frauen ermöglichen und was jede:r Einzelne tun kann, wenn man Gewalt an Frauen wahrnimmt.

Im Podcast spreche ich mit Expert:innen aus der Wissenschaft, Opferberatungen und Medien. Und behandle Fragen wie, warum werden Warnzeichen übersehen? Warum greift das System oft erst, wenn es zu spät ist? Was müsste sich politisch, gesellschaftlich oder strukturell ändern? Der Podcast Femizid – was noch? ist eine Einladung, um hinzusehen, zu handeln und zu kämpfen.

Hier der Link zum Podcast.