Die Perception Gap
Nachrichten wirken oft negativer, als sie tatsächlich sind. Diese Arbeit untersucht, wie gross die Diskrepanz zwischen medialer Realität und öffentlicher Wahrnehmung ist und was Gründe dafür sein können.
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie negativ die Berichterstattung Schweizer Nachrichtenmedien tatsächlich ist und wie negativ sie von der Bevölkerung wahrgenommen wird. Dazu werden eine quantitative Inhaltsanalyse von Frontseiten-Aufmachern ausgewählter Schweizer Medien und eine Online-Befragung miteinander verbunden. Im Zentrum steht die mögliche Diskrepanz zwischen medialer Berichterstattung und öffentlicher Wahrnehmung. Ergänzend wurde im Rahmen des Lehrprojekts ein Infotainment-Video entwickelt, das zentrale Inhalte der Arbeit audiovisuell und verständlich für ein breiteres Publikum aufbereitet.
Die Thesis beschäftigt sich mit negativer Nachrichtenberichterstattung und deren Wahrnehmung. Untersucht werden Frontseiten-Aufmacher der NZZ, des Tages-Anzeigers und von 20 Minuten über mehrere Jahre. Dabei werden unter anderem Valenz, Alarmismus, Schadensbezug und Themen analysiert. Eine zusätzliche Online-Befragung untersucht, wie negativ Nachrichten von Rezipient wahrgenommen werden und welche Unterschiede zwischen Wahrnehmung und Inhaltsanalyse bestehen. Die theoretische Grundlage bilden unter anderem Negativity Bias, Nachrichtenwerte, Alarmismus, News Avoidance und Medienwahrnehmung. Abschliessend werden die Ergebnisse eingeordnet, Limitationen diskutiert und mögliche Ansätze für weitere Forschung aufgezeigt.
Im Lehrprojekt wurde ein kurzes Infotainment-Video entwickelt, das die Thematik der Bachelorarbeit für ein breiteres Publikum zugänglich macht. Ziel war es, die wissenschaftlichen Inhalte in eine verständliche, visuell ansprechende und unterhaltsame Form zu übertragen. Dafür wurden zentrale Konzepte der Arbeit vereinfacht erklärt und mit Animationen, Gestaltungselementen, B-Roll, Musik und weiteren audiovisuellen Elementen kombiniert. Das Projekt verbindet damit wissenschaftliche Erkenntnisse mit den gestalterischen und erzählerischen Möglichkeiten eines digitalen Videoformats.