Katerzmorga – Staffel 3

Die dritte Staffel von «Katerzmorga» ist im Kasten! Wie angekündigt, haben wir das Konzept konsequent weiterentwickelt: Statt wie bisher Inhalte aus der Zeitung «Südostschweiz» aufzubereiten, setzen wir nun auf eigene Recherchen. Zudem haben wir den Fokus bewusst von Graubünden auf grössere Themen, welche die gesamte Schweiz betreffen, ausgeweitet. Und es gibt noch eine kreative Neuerung: Um noch mehr Dynamik in die Episoden zu bringen, haben wir zusätzlich zum Aussenbeitrag für jede Folge einen eigenen Sketch gedreht! Diese neuen Freiheiten haben uns vielseitige Themen und ein breiteres Publikum beschert, ein Weg, den wir definitiv beibehalten werden.

Das erwartet euch in den neuen Folgen:

  • Folge 1 – Selbstdarstellung & Selbstoptimierung: Wir nehmen die Welt der Run Clubs und die Lust an der digitalen Selbstinszenierung unter die Lupe. Warum muss heute eigentlich jeder Meter im Netz getrackt werden?
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  • Folge 2 – Das Rätsel Liechtenstein: Wo liegt das Fürstentum eigentlich genau, ist es am Ende doch nur ein heimlicher Schweizer Kanton und wie steht es um seine Verteidigung? Wir decken auf.
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  • Folge 3 – Handwerk & Gemütlichkeit: Es wird kontrastreich. Während es sich ein Student so richtig gemütlich macht, wird daneben gehämmert und gesägt. Aber Vorsicht: Arbeitssicherheit geht vor, sonst ist der Finger ab!
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  • Folge 4 – Klima & Flauschfaktor: Im Staffelfinale widmen wir uns dem Klimawandel und haben dazu einen ganz besonderen, pelzigen Gast im Studio. Was unternehmt ihr persönlich für den Umweltschutz?
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Genauer steckt das hinter Katerzmorga:

Zu Beginn des Semesters haben wir uns zusammengesetzt und das Format Katerzmorga grundlegend neu gedacht. Ziel war es, die Show weiterzuentwickeln mit mehr Social-Media-Präsenz, Sketches, Aussenbeiträgen und einer stärkeren Charakterentwicklung der Moderatoren.

In einer Content-Sitzung haben wir gemeinsam Themen gesammelt und gefiltert. Daraus entstanden vier Folgen mit je einem eigenen Thema: Selbstoptimierung, Liechtenstein, Studieren kann jeder und Umweltschutz. Jede Folge wurde nach demselben Struktur-Prinzip aufgebaut, bestehend aus einem Sketch, einem Aussenbeitrag, einem Expertencheck und dem romanischen Wort vom Tag. Alles gebündelt durch den Studio-Dreh.

Die Produktion lief parallel für je zwei Folgen. Aussenbeiträge wurden vorgängig gedreht, zum Beispiel Strasseninterviews in Liechtenstein, Begleitung eines Running Clubs, Interviews in Tschappina zum Thema Umwelt sowie Umfragen in Chur zur Faulheit und dem Studientrend. Die Sketches wurden ebenfalls vorproduziert, unter anderem im Green-Screen-Studio, bei Privatpersonen zuhause oder in der Stadt. Die eigentlichen Studiodrehs mit Maurin und Ville und Janik dienten dann als Rahmen, in den alles eingebettet wurde. Vor jedem Drehtag wurde von den Moderatoren der Text für die Studio-Drehs geschrieben, welcher ebenfalls vom gesamten Team überarbeitet wurde.

Nach jedem Studiodreh folgte ein mehrstufiger Schnitt-Prozess: Nic erstellte eine erste Version, das Team gab Feedback, Nic passte an, und anschliessend übernahm Lorin das Sounddesign, Colourgrading und die Animationen. Die fertigen Folgen wurden jeweils am Sonntag um 12 Uhr auf YouTube veröffentlicht, begleitet von Reels und Stories auf Instagram und TikTok.

Parallel dazu haben Ville und Jessi einen Contentplan erarbeitet, mit dem Ziel, drei- bis viermal pro Woche auf Instagram und TikTok zu posten. Montags, mittwochs, freitags und sonntags. Dafür wurden laufend Kurzclips aus den Folgen geschnitten und aufbereitet. Ein spontaner Trend-Dreh an verschiedenen Locations zeigte, dass wir auch kurzfristig auf Social-Media-Entwicklungen reagieren konnten.

Die vier Folgen wurden zwischen dem 12. April und dem 24. Mai 2026 veröffentlicht. Die ersten drei Folgen generierten viel mehr Aufrufe als noch die zweite Staffel und wir konnten aus der Bubble der FHGR und Graubünden ausbrechen. Gezielte Thumbnailwechsel konnten die Aufrufe auch nochmals erhöhen. Einzig die letzte Folge performte schlechter als alle zuvor, trotz gleichbleibender Qualität. Mit dem Release der letzten Folge und einigen abschliessenden Social-Media-Posts endete das Semester erfolgreich.

(mmi)

Inhalt

In den vergangenen Staffeln gab es keine klare Rollenverteilung für das Skript. Das führte dazu, dass wir teilweise erst am Abend vor dem Drehtag fertig wurden. Die Folge war, dass Maurin und Ville unzureichend vorbereitet in den Dreh gingen und wir phasenweise sehr viele Takes für kurze Monologe benötigten.
Deshalb entschieden wir uns in der dritten Staffel dazu, den Schreibprozess neu zu denken: Neu übernahmen Maurin und Ville die Leitung für das Skript von jeweils zwei Folgen. Bei Schwierigkeiten lag es in ihrer Verantwortung, aktiv um Unterstützung zu bitten.

Das Problem der Last-Minute-Skripte konnte so zwar gelöst werden, es entstanden jedoch neue Herausforderungen. Erstens sprechen Maurin und Ville nicht denselben schweizerdeutschen Dialekt und haben auch allgemein eine andere Ausdrucksweise. Gewisse Dialoge wirkten deshalb etwas holprig. Zweitens bemerkten wir, dass man sich beim Schreiben einer Folge unbewusst selbst mehr Screentime und Text zuteilt als dem Partner. Heisst: War Ville für das Skript zuständig, hatte er schlussendlich auch mehr Präsenz vor der Kamera.

Beide Hürden konnten jedoch schrittweise überwunden werden, indem wir die eigenen Dialoge nachträglich umschrieben oder Textblöcke tauschten, um die Screentime des anderen zu erhöhen.
Als Fazit haben wir gelernt, dass eine klare Rollenverteilung zwar absolut sinnvoll ist, die gemeinsame Absprache aber dennoch essenziell bleibt. Ansonsten entstehen zu unausgewogene Skripte.

Technik

Durch die neuen Sketches kam zu jeder Folge ein weiterer Drehtag hinzu, wofür Technik und Location zur Verfügung stehen mussten. Somit gab es zwischen den eigentlichen Drehtagen im Studio nochmals je zwei Shoots für die Aussenbeiträge sowie zwei weitere für die Sketches. Letztere wurden sehr unterschiedlich und mit viel kreativer Freiheit gestaltet. Durch die limitierte Zeit hatten wir oft nur eine grobe Idee, welche am Drehtag und in der Post ausgearbeitet wurde. Generell wäre die kurzfristige Erstellung von Content ohne privates Equipment nicht so einfach möglich gewesen. Ausser einem nicht funktionierenden Reportermikrofon während eines Aussenbeitrages, gab es keine technischen Komplikationen.

Social Media

Jede Woche posteten wir mehrere Reels. Es wurden kurze Ausschnitte aus dem Aussenbeitrag, Sketch und Expertencheck rausgeschnitten und gepostet. Zusätzlich haben wir nach den Trends geschaut und verschiedene Videos kurzfristig produziert, um Views zu steigern. Schwierig war es Trends zu finden, die mit der Identität von Katerzmorga passten aber ebenfalls nicht zu alt waren. Sobald ein Trend eine Woche alt war, war das schon relativ spät. Immer wieder bekamen einige Reels viel und dann wieder wenig Aufrufe. Es war schwierig den Fortschritt nachzuweisen. Ein Ziel das wir erreicht hatten war mit viel Content die Kanäle zu füllen, um zwischen den Folgen relevant zu bleiben.