Verein Momo – Unterstützung in der Kommunikation
Der Verein Momo setzt sich für Kinder mit einer Krankheit oder Behinderung aus dem Kanton Graubünden ein. Dies gelingt durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital. Seit diesem Jahr unterstützen wir, Jenny und Vianne, den Verein bei verschiedenen kommunikativen Aufgaben.
Im Februar wurde Vianne auf die Projektausschreibung des Vereins aufmerksam. Momo suchte Studierende der FH Graubünden, die dem Verein helfen, sich zeitgemäss zu präsentieren. Wie das umgesetzt werden soll, war noch offen. Als erstes kontaktierte Vianne die Zuständige des Vereins, Stefanie Hummel, per E-Mail. Nach einem Telefonat, welches noch einige Unklarheiten bezüglich Umfang und Inhalt des Projektes klärte, war Jenny auch dabei.
Als erstes ging es darum, besser zu verstehen, was der Verein macht und wie er aufgebaut ist, um seinen Auftritt verbessern zu können. Im Februar hatten wir ein erstes Treffen in Ilanz mit Valentina Montalta, der Vereinspräsidentin und Stefanie Hummel, unserer Ansprechperson für das Projekt.
Der Verein wünschte sich einen roten Faden in der Kommunikation und konkret in folgenden Bereichen Verbesserung:
Claim: Der aktuelle Claim lautet: «Wir schenken Zeit. Denn Zeit ist Leben, Liebe, Freude und Glück.» Ein neuer Claim sollte in wenigen Worten aussagen, was die Tätigkeit des Vereins ist. Ausserdem soll er brauchbar sein für Banner, Flyer und die Website.
Instagram: Der Auftritt auf Instagram sollte professioneller und einheitlicher werden. Bisher betreute ein Vorstandmitglied den Instagramkanal.
Website: Die Website sollte komplett neu gemacht werden, doch mit bestehender Domain. Auf der neuen Website sollte der Zweck des Vereins auf den ersten Blick klar sein.
PowerPoint: Um sich als Verein vorzustellen, verfügt Momo über eine PowerPoint-Präsentation. Auch diese sollte aufgewertet werden.
Banner/LED: Für Events, an denen sich der Verein präsentiert, wie zum Beispiel das Städtlifest in Ilanz oder der Adventsmarkt, wünschte sich der Verein einen neuen Banner. Eine Art Anzeigetafel, die kurz erklärt, was der Verein macht.
Wir entschieden uns, als erstes ein Corporate Design für den Verein zu erstellen. Dazu haben wir individuell Ideen gesammelt. Wir machten uns Gedanken zu einem neuen Claim, Schrift, Farben, Aufbau der neuen Website und Social Media Designs. Gleichzeitig recherchierten wir, welches CMS sich für die Vereinswebsite eignen würde. Unsere Vorschläge stellten wir später dem Verein Momo vor. Ein neuer Claim wurde auf Wunsch des Vereins noch nicht festgelegt.
Daraufhin übernahm Vianne den Instagram-Kanal.
So sah er vorher aus:

Wir haben mit dem Verein abgemacht, ungefähr alle zwei Wochen einen Post hochzuladen. Da im Moment nicht viele Vereinsereignisse stattfinden, wird der Kanal vor allem mit generellen Posts und mit vergangenen Ereignissen bespielt.
In der Zwischenzeit hat Jenny auf Figma jeweils zwei Prototypen für die neue Website erstellt (Mobile und Desktop). Der Verein hat sich nun bereits für die folgende Variante entschieden:
Ausblick
Das Projekt Verein Momo führen wir im nächsten Semester weiter. Wir werden die neue Vereins-Website in WordPress umsetzen, den Instagram-Kanal weiter betreuen, Portraits der Vorstandsmitglieder fotografieren und den Verein bezüglich PowerPoint und Banner für Anlässe unterstützen.
(mmi
Organisation
Untereinander haben wir uns in Notion organisiert. Dort dokumentieren wir unsere To Do’s, Protokolle von Sitzungen, Vorschläge für den Verein, Redaktionsplan, etc. Für den regelmässigen Austausch mit dem Verein ist Vianne zuständig. Jenny setzte einen Vertrag zwischen uns und dem Verein Momo auf, indem wir unsere Zusammenarbeit festlegten. Ebenfalls erstellten wir für den Verein einen Canva-Account, auf dem wir die Instagram-Posts vorbereiten.
Am 15. April nahmen wir an der Generalversammlung des Vereins in Ilanz teil. Dort lernten wir alle Vorstandsmitglieder kennen und der Anlass half uns, die Vereinstätigkeit und -struktur besser zu verstehen.
Reflexion Vianne
Als ich die Ausschreibung des Vereins sah, war ich sofort interessiert. Ich fand die Vision des Vereins berührend und wollte das gerne unterstützen.
Die Festlegung des Corporate Design funktionierte gut Beim ersten Treffen kriegten wir ein Gespür dafür, was sich der Verein wünschte. Den Vorstandsmitgliedern vom Verein gefielen unsere Vorschläge bezüglich Schrift, Farben etc. sofort.
Dass wir an der GV teilgenommen haben, war sehr hilfreich, denn es half mir, den Verein und was er macht besser zu verstehen. Zusätzlich lernten wir an diesem Anlass alle Vorstandsmitglieder kennen. Zu den Vereinstätigkeiten gehören Spenden an das Kantonsspital, Freiwillige organisieren, die Zeit mit den Kindern verbringen, Anlässe wie das Städtlifest, um Spenden zu sammeln und Räume im Spital verschönern oder ein Adventsprogramm für die Kinder organisieren. An der GV konnten wir ausserdem Bilder für Instagram machen.
Zusätzlich schickte uns der Verein einige Bilder und gab uns Basteleien der Kinder, welche wir für weitere Posts benutzen konnten. Eine Herausforderung war, dass die Bilder zum Teil qualitativ schlecht waren oder wir erhielten sie ausgedruckt anstatt digital. Oft fehlte mir der Kontext und ich musste mit Stefanie Hummel Rücksprache nehmen, um die Caption schreiben zu können. Ebenfalls musste jeweils abgeklärt werden, ob es für die Personen auf den Bildern in Ordnung ist, auf Instagram gepostet zu werden. Ehrlichgesagt unterschätzte ich den Aufwand von Instagram und merkte einmal mehr – einen Instagram-Kanal betreuen ist mehr als nur «Bildli posten».
Unsere Organisation in Notion fand ich sehr hilfreich, um den Überblick über das Projekt zu behalten. Dort dokumentierten wir Zwischenstände, erstellte eine To Do-Liste und einen Redaktionsplan.
Reflexion Jenny
Als ich erstmals durch Vianne von der Ausschreibung des Vereins hörte, war ich sofort interessiert. Nicht nur, weil uns dieses Projekt die Möglichkeit gibt, mit einer echten Kundschaft zusammenzuarbeiten, sondern auch, weil mich die Aufgaben und die Mission des Vereins berühren. Besonders als Person, die ursprünglich aus der Pflege stammt, weiss ich, wie schwierig es für Patient sein kann, die Zeit auf Pflegestationen zu füllen. Oftmals sind die Tage einfach viel zu lang. Gerade für Kinder ist dies eine sehr schwierige Situation. Da ich durch verschiedene Social-Media-Dienste beim Onlinedesk bereits Erfahrung mit Instagram habe, übernahm ich das Design der Website, um in diesem Bereich etwas Neues zu lernen. Natürlich unterstützen Vianne und ich uns jeweils gegenseitig bei der Ideenfindung und bei Entscheidungsprozessen.
Auch ich hatte zu Beginn etwas Mühe, wirklich zu verstehen, was der Verein genau macht. Deshalb war unsere Anwesenheit an der GV auch für mich enorm wertvoll. Erstmals verstand ich den Unterschied zwischen Gönner, Spender und Mitgliedern. Ausserdem kamen wir mit dem gesamten Vorstand in Kontakt und konnten uns mit der Person austauschen, die sich bisher um den Social-Media-Auftritt kümmerte. Eine grosse Herausforderung für mich war es, herauszuspüren, welche Designs den Verein und seine Rezipient ansprechen. Es brauchte einen gewissen Balanceakt zwischen einem verspielten Design und der Professionalität, die nach aussen getragen werden soll. Wir entschieden uns letztlich bewusst dafür, das Layout der Website professionell in einem Boxenaufbau zu halten und dafür etwas mutiger mit Elementen wie dem Hintergrund und den Hoverfarben zu sein.
Die grösste Unsicherheit besteht nach wie vor darin, dass ich es durch den Studiengang Interaktive Medien gewohnt bin, unsere Seiten selbst zu coden. Deshalb wusste ich nicht, wie stark ich am Ende beim Design an WordPress gebunden bin. Zum aktuellen Stand ist dies auch noch etwas unklar, da wir uns bisher noch nicht beim Anbieter einloggen konnten. Jedoch denke ich, dass die Umsetzung unseres Designs mit WordPress gut funktionieren sollte. Alles in allem finde ich, dass besonders die Kommunikation und Aufgabenverteilung zwischen uns sehr gut lief. Wir sind stets auf dem aktuellen Stand und behalten mit Notion den Überblick. Weiter sehe ich das Projekt als eine gute Chance, zum ersten Mal mit einer externen Kundschaft zu arbeiten. So lerne ich, wie ein Projektauftrag in der Praxis abläuft und wie ich meine Vorstellungen und Visionen Personen erkläre, die weniger Wissen im Bereich Multimedia-Produktion und Social Media besitzen.