Blaulicht nimmt Form an: Vom Konzept zum Prototyp

In den vergangenen Monaten ist aus einem Konzept ein Kartenspiel entstanden, das die Arbeit von Feuerwehr, Polizei, Sanität und weiteren Blaulichtorganisationen auf den Spieltisch bringt. Aus ersten Skizzen, Testspielen und zahlreichen Anpassungen entwickelte sich nach und nach ein eigenständiges Spielerlebnis.

Nach einer erfolgreichen Konzeptionsphase drehte sich dieses Semester alles um die Produktion des Kartenspiels:

Sie rücken aus, wenn wir sie brauchen. Ob am Tag, in der Nacht oder an Feiertagen: Angehörige von Blaulichtorganisationen lassen alles stehen und liegen, um Menschen in Not zu helfen – ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Dabei arbeiten sie nicht nur unter enormem Zeitdruck. Sie begeben sich in aktive Gefahr, retten Leben, schützen Hab und Gut und bewahren selbst in den brenzligsten Situationen einen kühlen Kopf.

Genau diese Herausforderungen stehen im Mittelpunkt des Kartenspiels Blaulicht. Die Spieler schlüpfen in die Rolle verschiedener Rettungsorganisationen und stellen Einsatzteams aus Feuerwehr, Polizei, Sanität, Rega und Wasserrettung zusammen. Mit den richtigen Einsatzkräften, Fahrzeugen und Hilfsmitteln müssen sie Notfälle erfolgreich bewältigen und auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren. Denn wie im echten Einsatz verläuft auch hier selten alles nach Plan. Wer einen genaueren Blick auf die Spielmechanik werfen möchte, findet die vollständige Spielanleitung hier als PDF.

Hat Blaulicht dein Interesse geweckt? Das Spiel befindet sich aktuell in den letzten Entwicklungsschritten. Wer bereits jetzt auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich per E-Mail an jennifer.derrer@stud.fhgr.ch unverbindlich vormerken lassen. So erfährst du als Erster, sobald das Spiel verfügbar ist.

Ein kleiner Einblick in vier Ereigniskarten.

Next Steps:

Mit dem aktuellen Prototypen sind die wichtigsten Spielmechaniken und Kartendesigns bereits definiert. In den kommenden Monaten werden die Notfallkarten fertig visualisiert, die Verpackung ausgearbeitet und die letzten Designelemente ergänzt.

Anschliessend folgt die Produktion eines ersten vollständigen Testdecks. Nach einer letzten Testrunde wird das Spiel für die finale Umsetzung und Veröffentlichung vorbereitet.

(mmi)

Nach einer erfolgreichen Konzeptionsphase konzentrierte ich mich in diesem Semester auf die Produktion von Blaulicht. Insgesamt erstellte ich 22 Illustrationen und visualisierte daraus 45 individuelle Spielkarten. Zudem überarbeitete ich das Regelwerk ein letztes Mal und gestaltete die dazugehörige Spielanleitung.

Besonders die Erstellung der Illustrationen benötigte deutlich mehr Zeit, als ich ursprünglich erwartet hatte. Jede Karte wurde von Hand gezeichnet und anschliessend mit Schatten, Licht und weiteren Details ausgearbeitet. Trotz des hohen Zeitaufwands war es mir wichtig, sämtliche Motive selbst zu illustrieren, da dies dem Spiel einen persönlichen Charakter verleiht und meine eigene Handschrift widerspiegelt.

Während der Arbeit konnte ich meine Fähigkeiten im Umgang mit Procreate weiter ausbauen. Mit jeder fertigen Illustration wurde ich sicherer im Setzen von Licht und Schatten sowie im Aufbau einer einheitlichen Bildsprache. Dadurch konnte ich die späteren Karten deutlich effizienter umsetzen als die ersten Motive.

Rückblickend wurde mir zudem bewusst, wie zeitintensiv die visuelle Ausarbeitung eines Kartenspiels ist. Obwohl die Spielmechanik bereits im vorherigen Semester entwickelt wurde, beanspruchten die Illustrationen, das Kartendesign und die Aufbereitung deutlich mehr Zeit als ursprünglich erwartet. Gleichzeitig floss im Verlauf des Semesters mehr Arbeitszeit in andere Projekte als zu Beginn angenommen. Dadurch musste ich Prioritäten setzen und einzelne Arbeitsschritte neu planen. Für zukünftige Projekte möchte ich deshalb die Produktionsphase grosszügiger kalkulieren und mehr zeitliche Reserven einplanen.

Insgesamt bin ich mit dem aktuellen Stand des Projekts sehr zufrieden. Besonders stolz bin ich darauf, dass sämtliche Illustrationen aus eigener Hand stammen und dem Spiel dadurch eine individuelle visuelle Identität verleihen. Im kommenden Semester sollen die noch fehlenden Notfallkarten umgesetzt, ein erster Druck produziert und das Spiel bis zur Veröffentlichung fertiggestellt werden.