Social Media Videos für die Rapper Quinncy QRÄSH und Tripset
Seit 2018 ist der Berner Rapper Quinncy QRÄSH unterwegs und hat seither drei Alben sowie immer wieder einzelne Singles released. Der Berner identifiziert sich fest mit der Stadt und rappt auch in seinen Texten immer wieder über sie. Um seinen Social-Media-Accounts wieder etwas Leben einzuhauchen und gleichzeitig einige neue Singles anzukündigen, fragte mich Quinncy QRÄSH Ende März diesen Jahres an, ob ich Interesse habe, dieses Projekt mit ihm zusammen anzugehen.
Quinncy QRÄSH hatte den Wunsch, sich in den kurzen Musikvideos an verschiedenen Orten der Stadt zu zeigen, um so auch seine Verbundenheit zu Bern zu zeigen. Der Stil der Videos sollte nostalgisch und stimmig wirken. Insgesamt haben wir Content für acht Songs erstellt, wobei einer der acht Songs ein Feature mit dem Rapper Tripset ist:
- Tüfu
- Letschti Zigi
- BRN von Tripset feat. Quinncy QRÄSH
- Freigeist
- Goudigä Chefig
- Weitere bisher unreleasede Songs (Weshalb ich hier nicht weiter auf Name bzw. Video eingehe)
Bis zum Upload Datum dieses Artikels wurde je ein Video zu «Letschti Zigi» und «Tüfu» gepostet. Zu «BRN» habe ich zwei lange Videos geschnitten, welche die Künstler jeweils in zwei Hälften gepostet haben. Die weiteren Videos folgen in den nächsten Wochen. Daher lade ich euch ein, die bereits geposteten Videos anzuschauen und zu teilen. Um die kommenden Videos nicht zu verpassen: Folgen nicht vergessen!
Quinncy QRÄSH auf Spotify, Apple Music, YouTube, Instagram
Tripset auf Spotify, Apple Music, YouTube, Instagram









(mmi)
Nachdem ich mir die Songs einmal angehört und mir ein erstes Bild von deren Stimmungen gemacht hatte, habe ich mir verschiedene Szenen, Locations und Stimmungen für die jeweiligen Videos überlegt. Die Videos sollen kurz und knapp sein und bei den Betrachtenden das Verlangen nach mehr wecken. Das heisst, sie sind zwischen 20 und 40 Sekunden lang und beinhalten einen packenden Teil der Hook oder einer Strophe.
Bevor wir überhaupt mit den Vorbereitungen starteten, haben wir uns zusammengesetzt und den Rahmen des Projekts besprochen. Hier konnte ich nochmals alles fragen, was für mich unklar war, damit ich im Nachgang ein gutes Konzept beziehungsweise einen sauberen Drehplan schreiben konnte.
Anschliessend habe ich mich ans Planen der jeweiligen Musikvideos gemacht. Ich habe für jedes der neun Videos eine passende Location definiert und die entsprechenden Shots festgelegt, die ich brauchte. Hierbei war ich in regem Austausch mit Quinncy QRÄSH, der mir aber grösstenteils freie Hand gegeben hat. Dieses Vertrauen zu spüren und so alle eigenen Ideen voll einbringen zu können, war eine sehr schöne Erfahrung. Gleichzeitig war es für mich herausfordernd, meine Ideen so zu formulieren und auszuarbeiten, dass sie Quinncy QRÄSH auf gefallen würden.
Für den Dreh brauchten wir zwei Tage. Da immer wieder ein Locationwechsel nötig war und überall neue Umstände anzutreffen waren, war dies ein sehr aufwändiger Faktor. Ausserdem hatte meine Kamera, die Sony A7iii, ziemlich Probleme mit dem Autofokus. Gerade bei tiefer Blende (50mm 1.4) und schnellen Bewegungen war es teilweise nicht möglich, eine Sequenz scharf aufzunehmen. Hierbei habe ich versucht, mit dem Kontrast zum Hintergrund oder einer höheren Blendeneinstellung die Kamera etwas zu unterstützen. Ab und zu habe ich den Fokus auch manuell geregelt, was bis zu einem gewissen Grad ziemlich gut funktioniert hat. Jedoch war auch das keine endgültig zufriedenstellende Lösung. Eine ebenfalls neue und herausfordernde Situation war der Dreh mit zwei Personen vor der Kamera. Gerade bei einem hektischen Musikvideo hatte ich Respekt davor, ob ich beide Jungs richtig in den Frame bekomme. Nach ein bis zwei Testaufnahmen hat das aber sehr gut geklappt.
In der Postproduktion war jedes Video wieder eine neue, eigene Challenge. Da jedes Video seine eigene Stimmung mitgebracht hat, konnte ich nicht einfach wie von der Stange einen Stil durchziehen. Ich habe immer wieder neue Dinge ausprobiert, die aus meiner Sicht zum Song gepasst haben. Das war sehr aufwändig, gab mir aber die Möglichkeit, viele neue Techniken zu erlernen. Auch hier hatte ich grosse Freiheiten und Quinncy QRÄSH hat mir freie Hand gelassen, was den Stil der Videos angeht. Glücklicherweise war er auch mit dem Endergebnis zufrieden. Zu den Videos habe ich jeweils auch noch die Covers erstellt.
Die Videos werden nun auf TikTok und Instagram von Quinncy QRÄSH sowie das Video zu BRN auch auf dem Account von Tripset geteilt. Bis jetzt wurden vier Videos gepostet. Fünf sind noch in der Pipeline und werden im Verlaufe des Sommers gepostet.
Für mich war dieses Projekt eine extreme Bereicherung. Mein erster professioneller Auftrag als Videograf bedeutet mir sehr viel und ich konnte so viel Neues lernen. Ausserdem konnte ich Sicherheit sammeln in dem, was ich gut kann. Gleichzeitig habe ich auch gesehen, wo ich mich noch verbessern muss.