Wie Meinsch? – Ein Podcast
Wie Meinsch? – Ehrliches Gelaber zum Mitlachen. Das Erstellen eines Podcasts, der Humor mit tiefgründigen Gesprächen verbindet.
Nuria, die zuerst redet, bevor sie denkt, und Ezzy, die auch lacht, wenn es gerade ernst wird. Zwei Menschen, die nahbare, tiefe Gespräche führen und den Hörer in die Diskussion einbeziehen. „Wie Meinsch?“ ist ein Podcast, der nicht nur Unterhaltung bieten soll. Es ist ein sicherer und ehrlicher Raum, der Gespräche thematisiert, die längst hätten angesprochen werden sollen. Er lädt gleichzeitig zum Reflektieren und Lachen ein. Unser Instagram-Kanal @wiemeinsch.pod holt unsere Hörer zusätzlich visuell ab und vermittelt ihnen das Gefühl, uns als Menschen und nicht nur als Hosts zu kennen. Wenn du deine Augen offen hältst, findest du vielleicht sogar Sticker mit unserem Logo irgendwo. Insgesamt entstanden sieben Folgen, die im Abstand von etwa zwei Wochen hochgeladen und auf Instagram beworben wurden.

Design des Covers
Die Gestaltung des Podcast-Covers für „Wie meinsch?“ war ein langer Prozess. Zu Beginn standen wir vor der grossen Herausforderung einer visuellen Richtungslosigkeit, da es mir an Bildmaterial fehlte. Dazu kam auch, dass wir noch keine Folge aufgenommen hatten und ich es extrem schwierig fand, etwas genregerechtes zu designen. Um diese Blockade zu lösen, begann ich, mich intensiv mit Typografie auseinanderzusetzen. Ich experimentierte mit Verzerrungen, Glitch-Effekten und unkonventionellen Layouts, um dem Titel rein gestalterisch Ausdruck zu verleihen. Aus diesem spielerischen Umgang mit den Buchstaben entwickelte sich schliesslich ein ganz eigenes, abstraktes Schriftzeichen, das den Entwürfen plötzlich eine feste Identität und Struktur gab. Was dem Cover jetzt noch fehlte, war etwas, um uns beide für Leute, die uns nicht kennen, sichtbar zu machen – damit diese Hörer*innen ein Bild von uns haben, wenn sie unseren Stimmen zuhören. Die Lösung fanden wir bei einem spontanen Besuch in einer Photobooth in Zürich. Die Schwarz-Weiss-Aufnahmen brachten genau die Nahbarkeit und Persönlichkeit mit, die dem Podcast-Cover bis dahin fehlten. Im finalen Design fliesst nun alles zusammen: Das im Hintergrund prägnante Schriftzeichen verschmilzt mit dem analogen Charme der Fotokabine, wobei wir uns letztendlich dazu entschieden haben, eines dieser Bilder in den Fokus des Covers zu rücken, um dem Podcast ein persönliches Gesicht zu geben.

Instagram – Reels
Das schneiden der Video Teaser für Instagram war intensiv. Da Nuria sich noch nicht wirklich im Premiere pro zurecht fand, war das schneiden mit viel Zeitaufwand verbunden. Alleine das durchsehen des Footage um Stellen zu finden, welche lustig sein könnten für unsere Follower ging einige Zeit. Herausfordernd war es die Audio Spur und die beiden Videoschnitte perfekt zu synchen, da zu Beginn der Fehler gemacht wurde, das Video mit der Audio Spur direkt vor dem Schnitt zu synchronisieren. Eine weitere Schwierigkeit lag darin, die Ordnerstruktur und das File richtig anzulegen, wenn man das noch nie gemacht hat. Es kam ab und an vor, dass ein Fehler in den Einstellungen zu sehen war, welcher nicht wieder Rückgängig gemacht werden konnte, da es sich um Anfangseinstellungen handelte. Bei einer Aufnahme wurde das Colour-Grading auch zur massiven Herausforderung, da wir mit unterschiedlichen Kameramarken gefilmt hatten und die LUT’s komplett unterschiedlich daher kamen. Dank dieser vielen nerven und vor allem Zeitaufwendigen Schwierigkeiten konnte Nuria einiges im Schnitt mit Premiere pro hinzulernen.
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Postproduction – Audition
Als wir mit dem Podcasten angefangen haben, hatten wir eigentlich überhaupt keinen Plan von Audiobearbeitung. Anna hat sich das Schneiden komplett selbst beigebracht. Am Anfang hat Anna sich einige YouTube-Videos angeschaut und in der Software einfach herumprobiert, um überhaupt zu lernen, wie man Tonspuren anordnet und schneidet. Der Feinschliff vom Ton war das Schwierigste. Einige Folgen sind in der Postproduktion noch nicht sehr gut angepasst oder verfeinert. Wir hatten ebenfalls Mühe mit den Mikrofonen im Podcast-Studio, da die immer wieder verstellt waren und wir es erst in der Postproduktion bemerkt haben. Anna hat auch schnell gelernt, wie kompliziert es ist, Hintergrundgeräusche, Atmer oder die ganzen „Ähms“ rauszuschneiden, ohne dass es sich danach total abgehackt und unnatürlich anhört.
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(mbi)
Idee: Seit dem Herbst 2025 schwirrt uns der Gedanke im Kopf, ein Unterhaltungsmedium zu kreieren. Unsere Freundschaft wurde so eng, dass wir auch andere an unseren tiefen und lustigen Gesprächen teilhaben lassen wollten. Als wir Weihnachten zusammen verbrachten, wurde das Brainstorming und das Gerede plötzlich immer greifbarer und realer. Wir entschieden uns, dass wir einen Podcast mit Mehrwert kreieren wollen. Wir haben es uns zum Ziel gemacht, etwas zu erschaffen, das Spass macht, authentisch ist und dennoch zum Reflektieren und Nachdenken anregt. Wir waren uns einig, dass die Analyse des eigenen Verhaltens und tiefgründige Gespräche in den Alltagsroutinen vieler Erwachsener kaum noch Platz finden, was wir mit dem Podcast verändern wollen.
Vorgehen: Zunächst begannen wir, Ideen für einen roten Faden und ein Konzept zu entwickeln. Mit der Zeit wurden bestimmte Rubriken konkretisiert und überarbeitet. Für die Namensgebung, das Intro und das Logodesign haben wir uns viel Zeit gelassen. Wir wollten, dass alles zu uns passt und die Hörerinnen und Hörer visuell abholt. Für das Logodesign hatten wir irgendwann so viele Ideen, dass uns keine zu 100 % überzeugte. Erst der letzte von unzähligen Entwürfen überzeugte uns. Ähnlich kritisch waren wir bei der Erstellung unseres Intros. Zunächst erstellten wir einen Sound, der in eine rockigere Richtung steuerte, bis wir merkten, dass wir mehr Ruhe benötigten, wenn die Folgen einen Raum zum Nachdenken schaffen sollten. So entstand eine Jazz-Version mit kurzem Voice-Over, das unsere Persönlichkeiten kompakt und authentisch zusammenfasst.
Als wir uns mit den Rubriken sicher waren, ging es an die Aufnahmevorbereitungen. Nuria hatte hier die Führung und erarbeitete einen Themen-Leitfaden für die Folgen, während sie die benötigte Technik zur Aufnahme lieh. Für die Aufnahmen der Folgen war das Vorgehen immer dasselbe: Wir beide machten uns vorgängig Gedanken zum Themen-Leitfaden und den darauf niedergeschriebenen Fragen. Für die Aufnahmesessions trafen wir uns im Aufnahmestudio des H8 in Bern, wo wir unsere beiden Tonspuren direkt in Audition aufnahmen.
In der Postproduktion der Folgen übernahm Anna die Führung und bemühte sich um den besten Schnitt. Hier musste die Länge oft um die Hälfte reduziert werden, da unsere Gespräche immer sehr natürlich und weitgehend abliefen. Nach einer Doppelprüfung durch Nuria wurden jeweils kleine Anpassungen getroffen und anschließend auf Spotify hochgeladen. Passend zum Release wurde auf unserem Instagram-Kanal die neue Folge geteasert und beworben. Auf unserem Instagram-Kanal findet man Podcast-Teaser-Videos, die audiovisuell kurze Abschnitte der Podcast-Aufnahme zeigen, sowie Promo-Inhalte für unsere Marke „Wie Meinsch?“. Nuria kümmerte sich hierbei um die Postproduktion der Podcast-Videoausschnitte. Die Promo-Ideen und das Drehen von Reels erfolgte in Zusammenarbeit oft vor oder nach einer Aufnahme oder in unserer Freizeit.
Learnings: Das Projekt war deutlich intensiver als erwartet. Vor allem die Postproduktion der Folgen brauchte enorm viel Zeit, da wir auch sehr viel Videomaterial hatten. Gerade weil Nuria sich im Schnitt noch nicht auskannte, investierte sie viel Zeit beim Schneiden, da sie erst das Programm kennenlernen musste. Generell erwies sich die Führung des Social-Media-Kanals als schwierig, da wir oft Video-Ideen aufnahmen und diese Reels wieder verwarfen, weil wir mit dem Ergebnis unzufrieden waren. Diese hohen Ansprüche an uns selbst durchzogen das gesamte Projekt, da wir auch oft Folgen erneut aufnahmen oder das Logo/Intro etliche Male verwürfen und von vorne begannen. Auch bei der Technik hatten wir anfangs Schwierigkeiten, da das Podcast-Studio immer wieder falsche oder verstelle Einstellungen hatte, die wir teilweise nicht rückgängig machen konnten. Gerade gegen Ende des Semesters wurde es durch andere schulische Abgaben sehr stressig, was es zusätzlich erschwerte, rechtzeitig alle zwei Wochen die neue Folge rauszubringen.
Fazit: Trotzdem hat uns gerade das Feedback von unseren Hörerinnen und Hörern stets motiviert, diese Herausforderungen anzunehmen und auch etwas weniger kritisch mit uns selbst umzugehen. Wir haben die Aufnahmen immer sehr genossen und haben einiges aus dem Erstellen für den weiteren Verlauf lernen und umsetzen können.