Neue Gutscheine für die Gelateria Eis die lait
Für die Gelateria Eis die lait in Rotkreuz durfte ich ein neues Gutscheinkonzept planen und grafisch umsetzen. Da die alten Gutscheine aufgebraucht waren und sich das bisherige System in der Praxis als unhandlich erwiesen hatte, bestand die Aufgabe nicht nur in einem rein visuellen Redesign, sondern in der Entwicklung eines rundum funktionierenden und prozessoptimierten Gesamtkonzepts.
Eis die lait
Der Gründer der Gelateria stellt seit über 20 Jahren Eis nach traditioneller italienischer Art her und verkauft dieses seit 2024 im neuen Ladenlokal in Rotkreuz. Die spürbare Leidenschaft für dieses Handwerk spiegelt sich nicht nur in der Qualität des Glaces wider, sondern wird auch im durchdachten Interieur der Gelateria erlebbar.




Konzept & Gestaltung
Das neue Gutscheinsystem sollte in der Handhabung vor allem einfach und unkompliziert sein. Beim alten System musste das Personal den vom Kassensystem generierten Code noch händisch aufschreiben. Das war ein Prozess, der fehleranfällig war und visuell unästhetisch wirkte. Dieses Problem wurde gelöst, indem eine fortlaufende Nummerierung direkt in das Drucklayout integriert wurde. Für die visuelle Gestaltung dienten das bestehende CICD sowie die prägnanten Wandmalereien im Ladenlokal als kreative Basis. Nach einer intensiven Designphase und zahlreichen Entwürfen entstand ein finales Endprodukt, das aus einem neu kreierten Schriftzug und Illustrationen besteht.


Material & Produktion
Ein hochwertiges Design entfaltet seine volle Wirkung erst durch die passende Haptik. Nach dem Einholen und Vergleichen verschiedener Druckofferten sowie einer Sichtung von Mustern vor Ort fiel die Wahl auf das Feinpapier GO Vergé crème (FSC-zertifiziert, 300 g/m²). Die feine, gerippte Struktur und der warme Cremeton harmonieren mit dem Branding und unterstreichen den handwerklichen Charakter der Gelateria.




(mmi)
Projektablauf
- Projektstart: Der Projektauftrag kam zustande über einen Kollegen, der in der Gelateria arbeitet.
- Ideenentwicklung: Auf Basis des bestehenden CICD, des Interieurs vor Ort sowie durch online Recherchen auf Plattformen wie Pinterest und Behance, habe ich erste Gestaltungsansätze entwickelt.
- Designprozess: In Adobe Illustrator gestaltete ich verschiedene Designvarianten, die in mehreren Feedbackschleifen eng mit dem Kunden besprochen und verfeinert wurden.
- Koordination Druck: Ich habe bei drei verschiedenen Druckereien Offerten für unterschiedliche Formate, Materialien und Spezialanfertigungen eingeholt. Um die Materialqualität final zu prüfen, konnte ich persönlich bei der Druckerei vorbeigehen. Die dort ausgewählten Papiermuster habe ich anschliessend dem Kunden mit meiner Empfehlung präsentiert.
- Finalisierung: Nach der Freigabe des Designs und des Budgets durch den Kunden konnte ich den Druckauftrag erteilt. Zudem habe ich noch passgenaue Umschläge für die Gutscheine bestellt.
- Projektabschluss: Zum Projektabschluss habe ich die fertigen Gutscheine fotografisch inszeniert. Das Bildmaterial steht dem Kunden nun für künftige Werbemassnahmen und Social-Media-Aktionen zur Verfügung. Das Projekt wurde somit abgerechnet und abgeschlossen.
Challenges
Eine grosse Herausforderung lag darin, die Grenzen des Machbaren im vorgegebenen Budgetrahmen abzuschätzen. Die Gutscheine sollten hochwertig wirken, durften in der Produktion jedoch nicht zu teuer werden. Viele anfängliche Designideen mussten aus preislichen Gründen verworfen werden.
Das bestehende CICD war durch die beiden sehr präsenten Farben Violett und Gelb stark eingeschränkt. Diese Kombination war für mich schwierig, um etwas neues und Ästhetisches zu kreieren. Ich habe mich dann bewusst von der Farbkombination gelöst und so weitere Vorschläge entwickelt.
Learnings
Die Koordination mit den Druckereien hat mein Verständnis für Produktionskosten geschärft. Dieses Wissen hilft mir bei künftigen Projekten, Budgetgrenzen bereits in der frühen Entwurfsphase realistischer einzuschätzen.
Die Projektplanung und Kundenkommunikation verliefen aus meiner Sicht sehr erfolgreich. Durch das proaktive Einbeziehen des Kunden und das Hervorheben meines eigenen Favoriten bei Präsentationen konnte ich den Entscheidungsprozess effizient lenken.