Vättner Sagen

In den Bergen ranken sich viele Mythen und Sagen um alte Steine, Berge und Gemäuer. Im kleinen Dorf Vättis am Fusse des Calandas erzählt man sich zwei Geschichten besonders gerne.

Die Vättner haben zum Beispiel ein ausgeklügeltes Rezept zur Familien-Planung:

Vättis geht zurück auf das Jahr 1274. Die frühzeitlichen Bewohner mussten sich mit regelrechten Bestien herumschlagen:

Mehr über den Drachen von Vättis findest du hier.

(fms)

Kritik
von Silvy Kohler und Florentina Spahr

Bereits im Sommer verbrachten wir einen Tag mit Ruedi Kohler in Vättis. Er erzählte uns hauptsächlich über seine Tätigkeit als Geologie-Führer (oder Staimannli) in der Tektonik-Arena Sardona, zu welcher auch Vättis gehört. Zu den Führungen gehören aber auch viele Geschichten rund um Vättis, die Region und die Geschichte. Die Sage vom Boppelistein und dem Drachenloch fanden wir sehr spannend. Im Portrait fanden diese aber leider keinen Platz. Deshalb entstand schon früh die Idee, die Sagen als eigenständiges Projekt zu behandeln.

Wir überlegten uns verschiedene Arten, wie die Sagen medial aufbereitet werden könnten. Zur Debatte stand eine Umsetzung als Animationsfilm, Whiteboard-Animation, gezeichnete Stop Motion und Illustrationen. Schliesslich entschieden wir uns für szenische Illustrationen mit kleinen Animationen. Der Strich-Männchen-Stil sagte uns zu, erstens weil er die Aussagen mit seinem Minimalismus auf die Essenz herunterbricht und damit eine einfache Informationsaufnahme ermöglicht. Zweitens ermöglicht eine Illustration ohne Realitätsanspruch eine humorvolle Gestaltung. Und drittens findet eine Sage grösstenteils im Kopf des Zuhörers statt. Die simple Illustration lässt damit dem Betrachter viel Freiheit, die eigene Vorstellungskraft walten zu lassen.

-Ton-
Die Tonaufnahmen bildeten das Grundgerüst für die Animation. Einerseits mussten wir sie sinnvoll schneiden und andererseits gab es Hintergrundgeräusche, die wir nicht entfernen konnten (Wasserplätschern bei der Drachenlochsaga).

-Vorgehen-
Wir transkribierten die Aufnahmen, um einen Überblick zu erhalten, wie die Geschichten aufgebaut sind. Anhand dessen erstellten wir Thumbnails beider Animationen. Mit Illustrator entstanden dann die Szenenbilder, welche wir wiederum in After Effects animierten.

-Zeit-
Wir haben den Gesamtaufwand etwas unterschätzt, gerne hätten wir noch etwas mehr Zeit investiert, um die Illustrationen farbig zu gestalten. Insgesamt gefällt uns die Kombination von alten Geschichten und neuen Medien gut. Die szenischen Bilder geben wieder, was sich bei uns im Kopf abspielte, als wir die Geschichten das erste Mal hörten.

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