The Zurich Diary

Liebes Zürich, dieser Film ist für dich!

Dieser Film erzählt von der Stadt am See, von Hektik und Stress, bis hin zu entspannten Spaziergängen auf dem Uetliberg. Wir nehmen euch mit auf eine Reise und zeigen euch die Stadt Zürich aus einer neuen Perspektive, abseits der bekannten Wege.

(sba)

Kritik
von Daniel Bucher und Lea Buess

Idee / Vorbereitung

Die Idee, ein solches Video in diesem Stil umzusetzen, hatten wir bei einer Tasse Kaffee als wir in einem Zürcher Kaffee auf der Gartenterrasse sassen. Wir blickten auf die Strasse und beobachteten die vorbeilaufenden Passanten und das hektische Treiben auf den Zürcher Strassen. Mit diesem Video wollten wir dies grafisch darstellen und dabei den Zuschauer mitten ins Geschehen mitnehmen. Der Mix zwischen Hektik und Gelassenheit konnten wir ziemlich gut mit dem Effekt «Speed-Ramping» darstellen. Dabei wechselt die Szene von normal Speed in Slow Motion und wieder retour.

Zuerst haben wir uns Gedanken gemacht, was wir überhaupt filmen und welche speziellen Orte / Sehenswürdigkeiten wir zeigen möchten. Zum einen sollte es die Hektik und das «busy» Zürich zeigen, zum anderen die schöne Natur, die in der Stadt selbst, aber auch auf dem Hausberg «Uetliberg» zu finden ist.

Entstanden ist eine kleine Reise durch die hektische Stadt, welche schlussendlich raus in die Natur führt. In der Planung haben wir alle wichtigen Informationen, welche wir für das Projekt benötigen, in einem Konzept aufgeschrieben. Dies beinhaltete die Idee (kurz zusammengefasst), geplante Drehorte, Drehtage (wann filmen wir? Wetter? Material verfügbar?), benötigtes Filmequipment (welche Kamera?, Audio?), Organisatorisches Allgemein (Drehgenehmigungen Drohne, filmen Allgemein in der Stadt), etc.

Sobald wir alles geplant hatten, begannen wir mit der Produktion.

Umsetzung

Drehtage

Für die jeweiligen Drehtage haben wir jeweils eine Liste erstellt, bei der wir alle Orte markiert haben, welche wir an diesem Tag besuchen und filmen möchten. Dafür entwarfen wir einen Routenplan, um so möglichst effizient die Orte abzulaufen. Bei den jeweiligen Orten haben wir darauf geachtet, dass wir möglichst Interessante Objekte (Türen, Brunnen, Häuser, Landschaft, Gärten, kleine Wasserfälle, etc.) filmen konnten.

Alle Aufnahmen wurden mit der Sony Alpha A7 III (50mm, 24-70mm, 28mm Objektive) getätigt. Für die Aufnahmen beim Uetliberg haben wir eine DJI Mavic Pro Drohne verwendet. Unser Vorhaben haben wir ohne Gimbal als Stabilisierungs Hilfsmittel umgesetzt. Dafür alle Aufnahmen mit 100 fps aufgenommen. So konnten wir in der Post Slow Motion zum Einsatz bringen und so Verwacklungen vermeiden.

Beim Filmen haben wir darauf geachtet, dass wir bereits einen Wusch (Schwenk mit der Kamera) in den Aufnahmen integrieren. Dies hilft einem sehr in der Postproduction, die Übergänge schnell und flüssig zu gestalten.

Für die diversen Geräusche, welche wir im Film eingesetzt haben, benutzten wir ein Zoom H5. So hatten wir am Schluss ein grosse Sammlung von Geräuschen wie das Summen einer Biene, die Autos auf der Strasse, Menschen auf dem Markt usw. Sounds, welche wir nicht aufgenommen haben, fanden wir auf diversen No-Copyright Webseiten zum downloaden.

Nach dem 3. Drehtag hatten wir soweit alle Aufnahmen im Kasten, damit wir anschliessend mit dem Rohschnitt beginnen konnten.

Filmequipment für unser Projekt

Nachfolgend ist unser Filmequipment im Detail aufgelistet.

Video:

  • 1x Sony A7 III body
  • 1x Metabones Speedbooster
  • Objektiv Canon EF 28mm
  • Objektiv Canon EF 50mm
  • Objektiv Sony 24-70mm
  • 1x Tiffen ND-Filter für Objektive
  • 1x SmallHD Focus Monitor
  • Video-Stativ

Audio:

  • 1x Audiorekorder Zoom H5
  • 1x Audio Kabel XLR
  • 1x Rode Richtmikrofon
  • 1x Sennheiser Kopfhörer

Postproduction

Zuerst haben wir alle Aufnahmen angeschaut, geschnitten und sortiert. Der Rohschnitt hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Wir hatten einige Gigabyte an Film-Material, das durchgeschaut und nur jeweils die besten Sequenzen daraus ausgesucht werden mussten. Als nächsten Schritt haben wir einen passenden Soundtrack ausgesucht und anschliessend den Schnitt auf den Rhythmus des Tracks angepasst. Nach dem Rohschnitt und sortieren in Themengebiete, haben wir mit dem Feinschnitt angefangen und den Schnitt bis ins kleinste Detail verfeinert. Den kompletten Schnitt haben wir in Adobe Premiere Pro CC realisiert. Geplant war eine Videolänge von 2-3 Minuten. Bei den Übergängen im Video haben wir mit diversen Effekten gearbeitet. Effekte wie Speed Ramping, Walk by transitions oder Slow Motions wurden integriert. Diese Effekte verleihen dem Video die nötige Abwechslung, so dass es dem Betrachter nie langweilig wird. Doch die Realisierung dieser Effekte nehmen viel Zeit in Anspruch, haben aber im Video eine grosse Wirkung.

Color Grading / Color Correction

Beim Color Grading stand eine weitere Challenge vor der Tür. Wegen dem unterschiedlichen Licht der Sonne/des Wetters und der Drohne im Log-Modus sind die Bilder nicht identisch. Uns war es wichtig, einen möglichst neutralen doch kontrastreichen Look zu erreichen. So haben wir im Premiere Pro CC diverse Einstellungen / Anpassungen im Bereich Color durchgeführt. Nach vielen Stunden des Ausprobierens sind wir mit dem Ergebnis durchaus zufrieden.

Schwierigkeiten

Dadurch, dass wir an drei verschiedenen Tagen gefilmt haben, war das Wetter und somit das Licht nicht dasselbe. An einem Tag schien die Sonne, am anderen Tag war es bewölkt und durch den Log-Modus der Drohne, hatten wir noch ein weiteres Bild, das ein wenig anders aussah. Dies führte dazu, dass wir Schwierigkeiten in der Post hatten, um die Bilder aus oder anzugleichen. Auch Drehs ohne Protagonisten müssen bis ins Detail geplant werden. Die Challenge war es, möglichst viele interessante Orte zu finden, welche gut in unser Konzept passten.

Fazit

In unzähligen Arbeitsstunden haben wir zusammen ein Projekt auf die Beine gestellt, was einen kurzen Einblick in das Stadtleben von Zürich gibt. Die drei Drehtage und die anschliessende Postproduction waren sehr intensiv. Wir sind während den Drehs viel gelaufen und haben uns ab und an auch verlaufen. Oder mussten einige Szenen mehrmals drehen, bis wir die passenden Shots beisammen hatten. Zudem waren wir jeweils von Morgens bis spät Nachmittags unterwegs und mussten uns überlegen, wie die Übergänge später sein müssen, damit die unterschiedlichen Szenen gut zusammenpassen. Doch der Aufwand hat sich gelohnt, denn danach hatten wir genügend Material für unseren Film und sind mit dem Endergebnis durchaus zufrieden. Wir haben viel neues im Bereich Kamera und Special Effects / Übergänge gelernt.

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