Rebranding Whiteprint.ch

Für das Projekt Whiteprint.ch von Philipp Neth habe ich mich an ein Logo-Rebranding gewagt. Ziel war es, ein Logo aufzubauen, das Whiteprint widerspiegelt und anhand dessen das ganze Gestaltungskonzept aufzubauen.

Was ist Whiteprint?

Whiteprint begleitet Kunden auf dem Weg zum eigenen Produkt. Vom Hero-Produkt, das einen Gala-Anlass lang auf der Bühne begeistert über Produkte, die für Kampagnen eingesetzt werden bis hin zum Produkten, die langfristig ins Sortiment aufgenommen werden, hilft Whiteprint bei der Realisierung. Das Wichtigste bei der Entstehung eines Produktes ist der Weg dahin. Da unterstützt Whiteprint. Es werden folgende Verfahren eingesetzt: 3D-Druck, Kaltguss oder auch Lasercut. Im Fokus steht klar der 3D-Druck.

Der Name Whiteprint stammt von einem fotografischen Lichtpausverfahren, wo schwarze Linien auf weisses Papier gedruckt werden. Dieses Verfahren wurde meist für Architektur- und Ingenieurpläne verwendet. Heute ist dieses Verfahren klar veraltet, weshalb es nun als Namensvetter für den Auftritt von Philipp Neths Unternehmen eingesetzt wird.

Kundenbriefing

  1. Technische Aspekte sollen im Logo ersichtlich sein
  2. Es soll kein Namenslogo sein, Hinweise an Projektnamen möglich
  3. Das Logo soll auf Schwarz / Weiss funktionieren
  4. Eine Akzentfarbe soll enthalten sein

Herangehensweise

Als absoluter 3D-Druck Laie bestand der Projektstart für mich aus viel Recherche. Wie funktioniert 3D-Druck? Was für Drucker gibt es? Mit was für einem Drucker wird bei Whiteprint gearbeitet? Diese und noch viele Fragen mehr haben mich in dieser Konzeptionsphase begleitet. Denn um die technischen Aspekte des Unternehmens in ein Logo integrieren zu können, muss man diese auch kennen.

Logoentwicklung

Skizzen

Beim Logo startete ich mit Skizzen, spielte mit den Formen und liess nach und nach Farben einfliessen. (Was man auf den Scans leider nur schwer erkennen kann.) Wenn du rechts oder links klickst, siehst du die Entwicklung des Logos.

Farben

Das Lichtpausverfahren «Whiteprint» arbeitet mit schwarzen Linien auf weissem Papier. Diesen Aspekt wollte ich in die Farbwahl einfliessen lassen. Bei den Akzentfarben kam mir meine ausführliche Recherche in der Konzeptionsphase zugute: So wusste ich, dass oft in orangenen Filamenten gedruckt wird.

Realisation

In Illustrator setzte ich meine Skizzen um. Die Idee hinter den Realisationen ist es, im Logo zu zeigen, wie ein 3D-Objekt Layer für Layer von einem Drucker gedruckt wird. Ein reines 3D-Logo schien nicht ganz passend für mich, da es in dem Prozess darum geht, eine Idee von Papier (2D) zu einem Produkt (3D) zu bringen. So kam ich rasch auf die Idee mit den «Illusionen». Eine weitere Idee ist die Umsetzung einer 3D-Druckbox.

Finales Ergebnis

Meine verschiedenen Realisationen habe ich Philipp präsentiert. Dabei zeigte sich eines als klarer Favorit: Die Kombinaton der «Druckbox» und der «Illusionsidee» hat das Rennen gemacht. Als nächsten Schritt werden wir das Visual Design der bestehenden Website anpassen und die Logos ersetzen.

Finales Logo auf Weiss
Finales Logo auf Schwarz

(ash)

Idee
Philipp kam mit seinem Projekt Whiteprint.ch auf mich zu, weil er gerne ein schönes Logo mit passendem Corporate Design dazu hätte. Da Philipp und ich sowieso ein eingespieltes Projektteam sind (wobei ich eigentlich immer den Gestaltungspart übernehme) habe ich ihm dieses Corporate Design nur zu gerne umgesetzt.

Erstgespräch
Während die Anfrage eine einfache WhatsApp Nachricht von Philipp war, führten wir das Erstgespräch Coronakonform via Telefon. So klärten wir gegenseitig unsere Erwartungen und Ansprüche an die Zusammenarbeit (Was genau gleich wie immer funktionieren sollte). Philipp erstellte nach diesem Gespräch ein kleines Briefing. Nach diesem Briefing konnte ich die wichtigsten Punkte für das Corporate Design definieren. Mir hat es sehr geholfen, dass Philipp hier einen sehr professionellen Approach verfolgte. Denn so konnte ich auch sehr zielgerichtet arbeiten.

Recherche & Erste Entwürfe
Ich brauchte enorm viel Zeit für die Recherche über das Thema 3D-Druck. Da war ich nämlich ein abosluter Noob. Doch dank dieser Recherche weiss ich inzwischen ziemlich gut Bescheid. In der ersten Entwurfsphase tobte ich mich intensiv mit Sketches auf Papier aus. Ich arbeitete in der Zentralbibliothek in Zürich und genoss es, mit meinen Farbstiften im Einsatz rumzuskribbeln 🙂

Das Logo
Anhand dieser Sketches erarbeitete ich das Logo. Ich probierte mich an verschiedenen Schriften aus und legte verschiedene Farbpaletten mit diversen orangetönen an. Mag vielleicht auf den ersten Moment etwas seltsam klingen, doch Philipp und ich waren uns lange nicht einig über den perfekten Orangeton. Weshalb an dieser Stelle eine intensive und auch sehr konstruktive Disskusion über die Intensität von Farbtönen entstand. – Kein Witz!

Ich bin sehr happy mit meinen verschiedenen Ideen mit der Umsetzung von der Gestaltung von 3D-Druckern im Logo. Ich bin sehr angetan von der Idee mit den „Illusions“-Logo und hatte einen ultimativen (innerlichen) Freudenmoment, als ich erkannt habe, dass sich diese „Illusion“ mit der Box verbinden lässt.

Weitere Kommunikationsmittel
Das Logo, die Schriften und Farben sind nun definiert. Es sind abgesehen von der Website keine weiteren Kommunikationsmittel geplant. Ziel ist es, die bereits bestehende Website noch anzupassen und umzugestalten.

Fazit
Die Zusammenarbeit mit Philipp war wie immer sehr angenehm. So war es mir möglich sehr kreativ zu arbeiten und immer wieder Feedback bei Philipp einzuholen. Was wir gut können: Konstruktiv diskutieren 🙂