Projekt «Millennials in Paradise»

Das brandneue Reality-Format «Millennials in Paradise» stellt mit acht verschiedenen Charakteren einen Querschnitt einer Generation dar, die unterschiedlicher nicht sein könnte. Mit dem «Blick» als Medienpartner erhält das Projekt nationale Reichweite.

Millennials: Eine Generation, die unterschiedlicher nicht sein könnte! Sie scheinen alles zu hinterfragen und inszenieren sich trotzdem so hemmungslos wie nie zuvor.

Diese Generation soll im Rahmen eines neuen, zeitgemässen Reality-Formats beleuchtet- und zusammengebracht werden. Unsere Vision: Die Schranken eines gängigen Hochschulprojekts brechen.

«Millennials in Paradise» stellt mit acht verschiedenen Charakteren im Alter von 18 bis 24 Jahren einen Querschnitt durch die heutige Millennial-Generation audiovisuell dar.

Der Plan
In einem ersten Verfahren werden die Kandidaten in kurzen Video-Portraits vorgestellt. Dies geschieht in Form einer Homestory, die den Charakter, die Werte und das Leben des jeweiligen Kandidaten zeigt. Sie werden vorerst unabhängig von dem zweiten Teil (unten beschrieben) stehen. Das Material wird aber sicher zu einem späteren Zeitpunkt zum Anteasern der effektiven Show und zum Vorstellen der Millennials verwendet.

Im September werden die acht Kandidaten zusammengeführt und eine Woche lang durch einen Partyurlaub auf Mallorca begleitet. Die Woche wird aus verschiedenen Aktivitäten und Challenges bestehen. Das Format lebt von den Geschehnissen, Momenten und Konflikten, die zwischen den Teilnehmern und neuen Bekanntschaften entstehen. Ein Skript ist daher nicht vorgesehen.

Das macht das Projekt interessant

Das Format soll Social-Media gerecht gestaltet werden. Soll heissen, dass eine Episode ungefähr 10 Minuten dauert und in der Postproduction allenfalls für Instagram-TV aufbereitet wird. Als junges Produktionsteam, das teilweise zur Millennial-Generation gehört, wissen wir, was bei einem jungen Zielpublikum zwischen 15 und 25 Jahren gefragt ist. Daneben dürfte das Projekt aber auch für ältere Generationen interessant sein, weil es Einblicke in die doch eher fremde Welt der Millennials gibt.

Hier kommt ihr bald zur offiziellen Webseite der Reality-Show und könnt die ersten Portraits der Kandidaten anschauen.

(bae)

Kritik
von Lorena Wahrenberger, Demian Spescha, Nicola Spescha und Michel Kessler

Planung & Umsetzung
Als Reality-TV Liebhaber sind wir Anfang Jahres mit dem Start des Digezz-Moduls auf die Idee gekommen, ein neues Format zu produzieren. Grosse Träume und lauter Ideen strömten nur so durch unsere Köpfe und die WG. Aber wie sollten wir Nägel mit Köpfen machen?

Nach dem ersten Coaching bei Thomas Weibel wurde schnell klar: Zur Umsetzung brauchen wir Teammitglieder, die ein Händchen für den technischen Part haben. Nicola und Demian Spescha ergänzten unser Produktionsteam perfekt. Das Feuer fürs Projekt entfachte bei ihnen genauso schnell, wie bei uns. Zusammen ging es dann ans Brainstorming: Wie soll das Format aussehen? An welche Zielgruppe wollen wir uns richten? Wie können wir das Projekt überhaupt realisieren? Ein Konzept musste her. Während mehreren Sitzungen wurde aus den anfänglichen Gedankenströmen eine realistische Idee. Zeitgleich wurden Kandidaten gescoutet und Mails geschrieben, die wir en Mass an Managements und mögliche Kandidaten schicken konnten. Da die Zusagen nur schleppend kamen, kreierten wir einen Flyer, der auf Social Media geteilt werden konnte.

Uns war natürlich bewusst, dass wir als vierköpfiges Studententeam ohne grosse Erfahrung, eine so grosse Produktion nicht alleine umsetzen und schon gar nicht finanzieren können. Was wir brauchen ist professionelle Unterstützung und eine geeignete Plattform. Bevor wir aber mögliche Medienpartner und Sponsoren kontaktieren konnten, mussten wir Material produzieren, welches wir als Beispiel vorweisen konnten. Die ersten Portraits mussten gedreht werden. Viel Organisatorisches kam dazu und Demian und Nicola setzten sich mit verschiedenen Dozenten zusammen, um einen Plan für das bestmögliche Equipment und die Umsetzung zu bekommen. Die langen Drehtage und Kilometer, die zurückgelegt wurden haben sich gelohnt: Die ersten drei Portraits konnten schon erfolgreich abgedreht werden. Die ganze Post-Production sowie auch die weitere technische Planung für Mallorca übernahmen Demian und Nicola.

Glücklicherweise konnten wir vor allem im Anfangsstadium von einem Coaching profitieren, welches wir mit einer ehemaligen Produzentin der Show «Jung, Wild und Sexy» hatten. Wir lernten, was wir alles beachten sollten und wo es mögliche Probleme geben könnte. Durch vorherige Praktika konnten wir uns ebenfalls mit verschiedenen Personen aus der Medienwelt austauschen und uns Feedback einholen.

Mit einem fertigen Konzept, den ersten Rohschnitten der Portraits, sowie einer Powerpoint Präsentation im Gepäck, klapperten wir die Schweizer Medienlandschaft ab.

Dem Bündnerland (und einigen Vorlesungen) fern, reisten wir von einem Meeting ins Nächste. Unser Selbstbewusstsein wurde mit jedem Treffen stärker, da wir merkten, dass unser Projekt auf grosses Interesse stiess. Die Reaktionen waren durchgehend sehr positiv. Unser Favorit? Der Blick! Wir merkten schnell, dass sich unsere Vorstellungen mit denen des Boulevardmediums gut vereinbaren liessen. Es blieb nicht nur bei einem Meeting. Mindestens einmal pro Woche ging es für uns nach Zürich, während wir nebenbei in Chur zu viert den Budgetplan, die Organisation, sowie die Vereinbarungen für die Kandidaten konzipierten. Mit gefühlt jedem Dozenten der HTW Chur setzten wir uns zusammen und holten uns Tipps und Tricks, wie wir uns beim Blick durchsetzen konnten. Nebenbei wurden weitere Portraits gedreht, andere Kandidaten angeschrieben, Villen in Mallorca gescoutet, sowie eine Website programmiert.

Nach intensiven Gesprächen kam dann kurz vor der Digezz Abgabe die tolle Nachricht: Der Blick ist als Medienpartner, Sparring-Partner und Geldgeber dabei.

Die Umsetzung für Mallorca kann beginnen!!

Fazit
Was als einfache Idee begann, wird womöglich nun zu einer «riese Chiste», wie Thomas Weibel so schön sagt.

Bei diesem Prozess haben wir sehr, sehr viel gelernt. Von Marketing, Sponsoring, Planung, Produktion, Programmieren bis über zum technischen Know-How konnten wir alle Vier unglaublich viel profitieren.

Das Scouting der Kandidaten stellte sich als grössere Herausforderung heraus, als zuerst angenommen. Durch Social Media sind die Jugendlichen von heute vorsichtiger geworden, was sie von sich im Netz preisgeben. Diese Affinität machte es uns nicht einfach, die Personen von dem Reality-Projekt zu überzeugen.

Was die Terminfindung und Erreichbarkeit angeht, kostete uns besonders eine Kandidatin viele Nerven. Die Unzuverlässigkeit und geschmacklose Lügen machten die Zusammenarbeit unmöglich. Uns wurden insgesamt vier geplante Termine abgesagt - oftmals ca 2 Stunden vorher. Obwohl sie eine sehr spannende Kandidatin gewesen wäre, und das Format bezüglich Content bereichert hätte, mussten wir uns dann aber schlussendlich gegen sie entscheiden.

Die Planung der Portraits bereitete uns aber auch Schwierigkeiten, da wir sehr spontan Termine vereinbaren mussten. Oftmals konnte zwar der Kandidat, das Equipment war aber nicht verfügbar. Zudem mussten wir Vorlesungen, Reiseweg und Nebenjobs beachten.

Uns war bewusst, dass wir uns in ein grösseres Projekt stürzen. Die Motivation, die uns antrieb, rettete uns vor dem tatsächlichen Arbeitsaufwand neben dem Studium. Ausserdem gingen wir ein grosses Risiko ein, das uns oftmals den Schlaf raubte. Die Portraits der Millennials wurden unabhängig von Mallorca produziert und gaben uns eine Ausstiegsmöglichkeit, falls das Projekt nicht finanziert werden konnte. Dennoch nahm die Planung des eigentlichen Formats viel Zeit und Aufwand in Anspruch. Die Vorbereitungen hätten genauso gut ins Wasser fallen können.

Ebenfalls konnten viele technische Learnings aus den Portraits gezogen werden: Licht ist wichtiger als man oft denkt, Fokus ziehen in Kombination mit einem Schulterstativ gestaltet sich schwierig und guter, sauberer Ton ist je nach Location ebenfalls eine Herausforderung.

Alle diese Learnings werden wir jedoch in unsere Koffer packen und auf Mallorca mitnehmen.

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar