Mittsommerfestival – Am Ende der Welt oder am Anfang von etwas Neuem?

Stell dir vor, du bist an einem Musikfestival, an dem es weder bei der Toilette noch an der Bar Warteschlangen gibt, wo frisch gemahlener Kaffee den morgendlichen Katervertreibt, wo du dich auf sattgrünen Wiesen anstatt auf Schlamm bewegst und du das Geräusch von rauschendem Wasserfall und rockigen Gitarrenriffs gleichzeitig hörst. Klingt nach Utopie? – Am Mittsommerfestival wird das zur Realität.

Wer schon einmal am Mittsommerfestival war, dem muss man den Bauernspeck nicht durch den Mund ziehen, um ihn oder sie zu einem erneuten Besuch zu motivieren. Darum sind diese Zeilen an dich gerichtet: Ja du, der oder die nicht weiss, wie es ist, wenn am längsten Tag im Jahr die Crème de la Crème des schweizerischen Musikschaffens und genauso virtuose ausländische Acts das Simmental beschallen. Du hast sie noch nicht erlebt, die Magie, die sich breit macht, wenn die speckfetten Beats die Simmenfälle zum donnernden Tanz auffordern. Du hast es nicht gesehen, das Staunen der Bands, wenn sie ihren Blick übers Publikum schweifen lassen und diese unglaubliche Kulisse aufsaugen.

Und weil du’s noch nicht erlebt hast, erklären wir es dir hier an dieser Stelle noch einmal, ganz unpathetisch: Das Mittsommerfestival begeistert seit zwei Jahren Besucher aus der ganzen Schweiz mit seiner unprätentiösen Atmosphäre, seiner einzigartigen Kulisse und seinem spannenden, weil sehr diversen Angebot an auftretenden Künstlerinnen und Künstlern.

Jung und alt erfreuen sich jeweils auf und neben der Bühne zwei lange Tage und kurze Nächte lang einem unaufgeregten Fest der Musik mit Saus und Braus und noch mehr Schmaus, denn das regionale kulinarische Angebot ist eine willkommene währschafte Abwechslung zum typischen Festivaleinerlei. Eigentlich ist gar nichts typisch an diesem Festival, aber eben… Das muss man schon selbst erlebt haben, um es zu verstehen.

Seit kurzer Zeit sind die ersten Bandnamen für die nächste Ausgabe des Mittsommerfestivals bekannt. Mit dabei sind unter anderem Troubas Kater, Stiller Has, Blanco White und Black Sea Dahu.

Weitere Informationen zum Festival findest du unter www.mittsommerfestival.ch

Aftermovie

Bis die Tage wieder länger werden, schwelgen wir noch ein bisschen in Erinnerung an den letzten Sommer. Der Aftermovie zeigt alle Highlights des Mittsommerfestivals 2018. Neben den schönsten Emotionen und der atemberaubenden Kulisse, werden verschiedene Künstler gezeigt, die in Worte fassen, warum das Mittsommerfestival 2018 ein unvergessliches Wochenende war.

(lhu)

Kritik
von Milena Steiner und Nico Stähli

Idee / Zielsetzung

Wir zögerten nicht lange, als wir von einem Bekannten angefragt wurden, an einem kleinen feinen Festival, welches erst seit 2017 existiert, ein Aftermovie sowie Moodmovie  fürs nächste Jahr zu drehen.

Unsere Aufgabe bestand darin, die Emotionen und die Stimmung des Mittsommerfestivals mit der Kamera einzufangen und zu authentischen Filmen zu verarbeiten. Wichtigste Zielaussage für den Auftraggeber war dabei: “Was macht das Mittsommerfestival so speziell?”
Um die Filme optimal in den Online-Auftritt des Mittsommerfestivals integrieren zu können, entschieden wir uns für die Produktion zweier Filme.

 

  • Aftermovie 2018
    In einem etwas längeren Clip zeigen wir alle Highlights des Mittsommerfestival 2018. Dabei gehören neben den schönsten Emotionen auch Interviews mit den Künstlern und Besuchern. Diese Aussagen unterstützen die atemberaubende Kulisse und fassen in Worte, warum das Mittsommerfestival 2018 ein unvergessliches Wochenende war.

 

  • Den Aftermovie haben wir auf den offiziellen Youtube-Account vom Festival hochgeladen, damit er auch zukünftig schnell ersichtlich ist für alle Besucher des Festival-Accounts.

Nutzen fürs Festival: Mit diesem Film können Besucher des Festivals in Erinnerung schwelgen und das Erlebnis mit anderen Freunden teilen. Stammgäste werden dabei daran erinnert, sich das Datum auch fürs nächste Jahr frei zu halten und Freunde werden zu potentiell neuen Festivalbesucher.

 

  • Moodmovie
    Der relativ kurze Moodmovie ist zeitunabhängig. Er kann sowohl kurz nach dem Festival sowie auch vor der nächsten Ausgabe des Festivals veröffentlicht werden. Es geht darum die Kulissen, Emotionen und die Stimmung des Festivals zu zeigen. Durch die kurze Form und die Texteinblendungen dient dieser Clip ebenfalls zur Ankündigung neuer Künstler.
  • Da der Moodmovie in Absprache mit dem Auftraggeber erst später online publiziert wird, können wir ihn vorerst nicht öffentlich hochladen. Daher ist er auf dem Digezz-Account nur gelistet sichtbar und im Code auskommentiert.

    Nutzen fürs Festival: Dank der kurzen Spieldauer passt der Film optimal in den Facebook Feed des Mittsommerfestivals. Dadurch werden potentielle Festivalbesucher angesprochen die noch nie Teil des Festivals waren

 

Um genügend Aufnahmen und alle Emotionen auffangen konnten, filmten wir 3 Tage am Stück durch. Von der Ankunft am Freitag Mittag bis zur Abreise am Sonntag Mittag, traf man uns nur selten ohne Kamera und Boompole in der Hand an.

 

Vorgehen / Umsetzung

Bereits einige Wochen im Voraus setzten wir uns mit dem OK-Team des Festivals in Verbindung um die wichtigsten Details für die Filme zu besprechen. Es ging dabei vor allem um ihre wünsche bezüglich dem Film und weiteren organisatorischen Fragen (Parkplatz, Verpflegung, Unterkunft, etc.)

Aufgrund dieser Gespräche haben wir anschliessend unser Material zusammengestellt (siehe Equipment). Da es sich um ein Musik-Festival handelt, war uns neben dem Bild auch der Ton sehr wichtig. Wir setzten uns daher über sehr lange Zeit mit dem optimalen Ton-Setting auseinander. Interviews, Konzertaufnahmen und Ambiance sollten in hoher Qualität aufgenommen werden können.

Genau so wichtig wie Bild und Ton, ist auch der Inhalt. Wir machten uns daher schon sehr früh an die Zusammenstellung der Fragen für die Interviewpartner. So konnten wir die Interviews sehr effizient und schnell durchführen. Auch der sprachlichen Barriere (viele Künstler Sprachen kein Deutsch) konnten wir so vorbeugen und spezielle Fachbegriffe im voraus übersetzen.

 

Equipment

  • Canon C100 Set
  • Canon Akku BP-955
  • Manfrotto Videostativ
  • Drohne Mavic  DJ Pro
  • Zoom H6 Audiorecorder
  • Einbein Stativ
  • Rode Richtmikrofon NTG-1
  • Rode Richtmikrofon Videomic Pro
  • Rycote Tonangel
  • Faltreflektor
  • Funkset Sennheiser AVX
  • 2x XLR-Kabel

 

Herausforderung

    • Ton-Wasserfall
      Die Simmenfälle waren wohl die schönste Kulisse, die wir bei einem Festival je gesehen haben. Gleichzeitig waren sie aber auch die grösste Herausforderung. Das laute Wasser führte dazu, dass man eigentlich immer ein Rauschen auf dem Ton hatte. Wir versuchten das Problem mit möglichst vielen Varianten zu lösen (Ausrichtung des Richtmikrofons während den Interviews, Verwendung verschiedener Mikrophonen, Distanz zum Wasserfall vergrössern, etc.).  So konnten wir das Rausch-Problem erheblich verbessern, jedoch immer noch nicht ganz vermeiden. Wir kamen aber zum Schluss, dass das Rauschen des Wassers genauso zum Festival gehört wie die Musik und haben somit den Wasserfall als festes Element in unsere Filme integriert.

 

  • Zusammenarbeit Künstler
    Es war für uns sehr interessant mit Künstler hinter der Kulisse zu arbeiten. So konnten wir auch über die Abläufe eines Festivals viel lernen. Spannend war dabei, dass es sowohl Künstler gibt, welche sich sehr lange Zeit für die Interviews nehmen und andere, die am liebsten gar nicht vor die Kamera stehen.

 

  • Materialsicherung
    Drei Tage zu Filmen führte zu enorm grossen Datenmengen. Es verlangte darum sehr viel Disziplin, alle Daten regelmässig zu sichern. Aufgrund der langen Arbeitszeit konnte es oftmals auch Mitternacht werden, bis man wirklich alle Aufnahmen sichern konnte.

 

  • Bereit sein auf Abruf
    Obwohl das ganze Festival sehr gut durchgeplant war, mussten wir für die Interviews stets auf Abruf bereit sein. Einige Künstler bevorzugten die Interviews vor dem Auftritt, andere danach. So hatten wir während dem ganzen Festival sozusagen einen Interview-Pikett-Dienst.

 

Fazit

Durch die gute Vorbereitung, die fehlerlose Zusammenarbeit und die Leidenschaft für Film und Musik sind uns zwei sehr schöne Endprodukte gelungen. Auch der Auftraggeber war sehr zufrieden. Alleine dass er uns bereits wieder fürs Filmen im nächsten Jahr angefragt hat, ist positives Feedback genug.

Und ebenso wichtig wie die geglückte Arbeit, ist auch der Spass und die Freude zu erwähnen, welche wir an der Erarbeitung dieses Projektes hatten :-)

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar