Get lost in Hamburg with us

Auf den Sitzen 10E und 10F im Easyjetflug von Basel nach Hamburg haben wir uns kennengelernt. Ihr fragt euch jetzt vielleicht: «Weshalb ausgerechnet im Flugzeug nach Hamburg?!» Wir beide wurden von der FHGR für ein Austauschsemester in Hamburg ausgesucht.

Wir verstanden uns auf Anhieb. So begannen wir im Landeanflug auf Hamburg gemeinsame Pläne für unsere Zeit im Austauschsemester zu schmieden. Bald kam uns die Idee, all unsere Abenteuer und Erfahrungen in einem Blog festzuhalten: Für alle Hamburg-Lovers, Exchange-Studis und Blogbegeisterte! Leider hat die Pandemie unseren ursprünglichen Herbstsemesterplänen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Möchtest du wissen, wie wir die ganze Situation gemeistert haben? Dann lies selbst! www.heyhamburg.ch

(ash)

Idee
Die Idee für das Digezz-Projekt entstand im Auslandssemester in Hamburg. Kaum angekommen haben wir uns in die Stadt verliebt. Denn die wunderbare Hafenstadt bietet nebst dem kulturellen Angebot auch kulinarisch so einiges: heimelige Kaffees, viele Grünflächen und Parks, unzählige tolle Ausflugsziele, charmante Boutiquen im Sternschanzen-Quartier, Flohmärkte, Museen, Kunsthallen, leckere Gebäcke (unbedingt Franzbrötchen probieren!), zählige Poetry-slams und zu Corona-freien-Zeiten natürlich ein ausgiebiges Nachtleben für jeden Geschmack. In Hamburg habe wir beide ein zweites Zuhause gefunden. Die Stadt ist und bleibt für uns ein besonderer Ort – ein Ort zum Verweilen, ein Ort zu Leben.

Da haben wir uns gesagt: Warum sollten wir nicht unsere Erfahrung und unser Hamburg-Wissen mit anderen teilen? Uns wurde klar, dass es dafür eine Webseite braucht. So entstand mit viel Herzblut und Leidenschaft: heyhamburg.ch. Die Webseite ist gefüllt mit informativen und auch persönlichen Texten, geschmückt mit selbstgemachten Fotos und Videos.

Konzept 
Zu Beginn unseres Projekts setzten wir uns für ein Brainstorming zusammen: Was soll unsere Webseite alles beinhalten? Wen sprechen wir an? Welche Inhalte sind relevant? Wie trennen wir persönliche Erfahrungen und allgemeine Tipps? So haben wir ein Konzept erstellt, welches Antworten auf all diese Fragen gab und haben unseren Auftritt definiert.

Name
Lange dachten wir über einen passenden Namen nach und machten uns Gedanken bezüglich des Logos. Der Weg dazu war nicht ganz easy, aber: HeyHamburg it is! Natürlich haben wir vor der definitiven Wahl abgecheckt, ob es eine freie Domain gibt. Wir hatten Glück! heyhamburg.ch war noch frei – so haben wir uns noch am gleichen Abend die Domain gekauft.

Zielgruppe & Corporate Wording>
Natürlich mussten wir uns während der Konzeptionsphase stets mit unserer definierten Zielgruppe auseinandersetzen. Denn uns war klar, dass wir mit der Webseite eine sehr breite Zielgruppe ansprechen: Einerseits andere Erasmusstudierende, auf der anderen Seite auch Touristen oder Hamburger*innen selbst – im Allgemeinen jedoch eher jüngere Personen. Aus diesem Grund entschieden wir uns punkto Corporate Wording für eine junge, direkte Sprache. Damit wir einen persönlcihen Touch in unseren Blog einbringen können, schreiben wir aus der “Ich-Perspektive” und sprechen den Leser direkt an.

Inhalt Webseite & Kategorien
Die Webseite soll einerseits sehr persönliche Erfahrungen von uns preisgeben, andererseits auch einen informativen Nutzen haben. Um diese Inhalte voneinander zu trennen, haben wir drei Kategorien kreiert: Explore, Personal Life und Food. Wir machten uns von Beginn an Gedanken zu einer benutzerfreundlichen Navigationsarchitektur.

Design
Zu gute Letzt haben wir uns dem Design gewidmet. Wir erstellten ein Moodboard, welches einen elementaren Grundstein für unser Design gebildet hat. Wir definierten Schriften, Farben und machten uns Gedanken zu einem Logo (Wortmarke). Zudem kreierten wir ein Favicon. In der Umsetzung wurde das komplette, schlichte Design auf die Webseite übertragen.

Umsetzung Webseite
>Nachdem das Konzept stand, hiess es für uns: Ran an die Umsetzung! Die Domain hatten wir ja bereits, so mussten wir uns der nächsten Herausforderung stellen: Der Webseite. Wir entschieden uns, keine gewöhnliche CMS-Seite zu abzufüllen sondern eine ganz eigene in WordPress zu erstellen. Hierfür nutzen wir das “Ocean WP-Theme” und schauten uns stundenlang (kein Scherz!) Tutorials über WordPress an. Wir waren zwar bereits etwas vertraut mit den Grundfunktionen einen Themes – eine eigene Webseite hatten wir zuvor jedoch noch nicht erstellt. So setzten wir uns nach dem Selbststudium zusammen und versuchten uns an der Umsetzung. Erst scheiterten wir und überlegten uns, ob wir nicht doch etwas Geld in die Hand nehmen wollen, um einen Bausteinkasten zu kaufen. Unser Ehrgeiz siegte und wir entschieden uns am Ende des Tages doch dagegen.

So haben wir weiter getüftelt und sind in den Tiefen irgendwelcher WordPress-Blogs versunken. Gefühlte 10 Nervenzusammenbrüche, Emotionale Up-und Downs und viele Akkuladungen später schafften wir es endlich unsere Beiträge auf der Webseite anzuzeigen. Hierfür verwendeten wir erst einen Beitrag als Test.

Eine zusätzliche Herausforderung stellte das Onlienstellen der Webseite dar. In diversen WordPress-Tutorials wurde uns groundsite als Hoster empfohlen. Nach reiflicher Überlegung entschieden wir uns dann auch für diesen. Was jetzt so einfach klingt, war leider ein riesen Aufwand (um es nicht Theater zu nennen…): Denn so easy dies in den Tutorials immer dargestellt wurde, hatten wir trotz fehlerfreier Umsetzung eine technische Panne nach der anderen. So hat diese “Verbindung” von unserer Domain mit groundsite und WordPress lange nicht geklappt. An dieser Stelle möchte ich den tollen Support von groundsite loben, die uns mit Rat zur Seite gestanden sind, so dass wir das Problem am Schluss gut lösen konnten.

Redaktion
Eine leere Webseite bringt am Ende des Tages keinem von uns was. Inhalt musste her! Parallel zur Webseitenentwicklung teilten wir uns beiden in Redaktionssitzungen Themen resp. Artikel zu, über welche wir berichten wollen. Damit die Qualitätssicherung sichergestellt ist, werden die Beiträge jeweils in einem Turnus gegengelesen. Nebst dem Text ist auch der mediale Teil, also Foto und/oder Video, ein wichtiger Bestandteil unserer Artikel. So legten wir auch hier grossen Wert auf qualitativ hochstehende Bilder/Videos. Diese produzierten wir laufend während unseres Aufenthalts. Wir trafen uns wöchentlich am Dienstagabend, um den aktuellen Stand sowie das weitere Vorgehen zu besprechen.

Learnings/ Selbstkritik
Corona legte uns den einen oder anderen Stein auf den Weg. Kaffees, Bars und Restaurants mussten einen Monat nach Anreise schliessen. Später wurde sogar die ganze Innenstadt, also auch die Einkaufsläden, dicht gemacht. Wir waren enttäuscht und machten uns erst Sorgen, dass wir nicht genug Inhalt für unsere Webseite liefern können. Besonders die Kategorie “Food” musste darunter leiden. Doch auch dieser Herausforderung stellten wir uns. Wir fanden Wege auch andere spannende Beiträge zu produzieren. Zudem einigten wir uns darauf, dass der Blog weitergeführt wird und wir bei unserem nächsten Trip nach Hamburg, anfangs September, neuen Content produzieren werden.

Zusammenarbeit
Das wir uns gut verstehen, merkten wir schnell. Wir waren froh, dass auch unsere Zusammenarbeit so gut klappte. Unser Geheimnis zum Erfolg: Wir sind beide sehr ehrgeizig und zuverlässig. So konnten wir uns stets aufeinander verlassen und uns gegenseitig Mut zusprechen, wenn etwas mal nicht so lief wie es sollte.

Verbesserungspotential
Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit unserem Endprodukt. Wir wissen jedoch auch, dass WordPress noch sehr viel mehr bietet und unserer Webseite definitiv ausbaufähig ist. Auch wenn wir mit unserem schlichten Design sehr zufrieden sind, können wir uns vorstellen, in einem weiteren Schritt die Webseite zu überarbeiten und einzelne Designelemente wie Sticker etc. zu kreieren.

Fazit
HeyHamburg.ch wurde mit der Zeit zu unserem Herzensprojekt. Wir steckten viel Leidenschaft und Energie in das Projekt. Werfen wir heute einen Blick auf die Webseite werden wir etwas wehmütig und vermissen die tolle Zeit. Gleichzeitig empfinden wir einen gewissen Stolz, ein solches Projekt alleine auf die Beine gestellt zu haben. Wir bewiesen viel Ausdauer und Geduld und schmückten unser “Baby” mit viel Liebe zum Detail.  Wir freuen uns auf alle bevorstehende Hamburg-Abenteuer und hoffe, dass unsere Leser*innen dank heyhamburg.ch viele tolle Sachen  in der wunderschöne Hafenstadt  erleben können.

Auf Bald! (Hoffentlich in Hamburg…)