At the end of the desert - ein Musikvideo

At the end of the desert – ein Musikvideo

Für die Band Changing Mondays ist ein Musikvideo in drei Versionen entstanden. Die Geschichte dreht sich um das Alleinsein.

Was ist eigentlich am Ende der Wüste? Genau darüber singt die junge Band Changing Mondays in ihrem selbst komponierten «At the End of The Desert». Bestehend aus Jennifer Gyseler, Flurina Brun und Natascha Sigrist hat Changing Mondays letztes Jahr dank eines Bandcontests zusammengefunden.

In ihrem ersten Musikvideo wird der Aspekt der Einsamkeit aufgezeigt. Die Protagonistin durchläuft verschiedene Phasen und versucht immer wieder mit Leuten in Kontakt zu treten – jedoch erfolglos. Denn: Am Ende der Wüste ist niemand.

Finales Musikvideo

Konzert-Version

Studio-Version

 

(bae)

Kritik
von Lara Hanselmann, Corina Mühle und Ysabelle Moser

Konzept

Für die Band «Changing Mondays» soll ein Musikvideo entstehen, mit dem nicht nur wir zufrieden sind, sondern welches auch die Band verwenden kann. Da es bereits sehr viele Musikvideos gibt, muss das Video speziell sein und auffallen. Das Video hat zwei Ebenen. Eine davon sind Konzertaufnahmen, die andere ist die Geschichte zum Lied. Die Grundidee ist, in der Geschichtsebene die Produktion mit dem Greenscreen inkl. Szenenumbau in den Vordergrund zu stellen.

Workflow/ Prozess

Nachdem die Band mit Freude einwilligte, ein Musikvideo zu drehen, machten wir uns an die Planung. Wir sassen etliche male für ein Brainstorming zusammen. Nachdem wir unsere Idee ausgearbeitet hatten, ging es an die Materialplanung. Hier besorgte jeder, was er konnte. Wir führten eine Requisitenliste, sodass wir den Überblick nicht verlieren. Nachdem wir wussten, was für Material wir zur Verfügung hatten, schrieben wir den Drehplan. Hier planten wir jede einzelne Sekunde des Videos.

Insgesamt haben wir drei verschiedene Videos geschnitten. Die erste Version waren nur Konzertaufnahmen, dann eine Version nur mit dem Onetake und das eigentliche Musikvideo ist eine Mischung zwischen Konzertaufnahmen und dem Onetake.

Vorbereitungen

Die Vorbereitungen für den Videodreh war sicher der grösste Teil unseres Projekts. Obwohl wir versuchten das Video so einfach wie möglich zu halten hatten wir einen sehr grossen organisatorischen Aufwand. Ausserdem mussten wir das Video so günstig wie möglich produzieren, haben also viele Leute angefragt, ob sie uns materialtechnisch aushelfen können. Einen geeigneten Raum in der Region Schaffhausen/ Winterthur zu finden war ebenfalls eine Herausforderung. Obwohl wir doch schon recht früh anfingen zu suchen, waren viele Räume schon besetzt.

Videodreh

Für das Konzertvideo hatten wir nur einen Versuch. Beim Konzert haben wir mit 4 Kameras (eine Stand- und 3 fliegende Kameras) gedreht. Die Aufnahmen einer Kamera sind total unbrauchbar, da alles unscharf war. Schlussendlich mussten wie die meisten Aufnahmen der Standkamera und einer fliegenden Kamera benutzen.

Wir haben uns vorgenommen, das ganze Video in einem OneTake zu filmen. Wir wussten, dass das nicht einfach wird, haben aber für unsere Idee keine andere Lösung gesehen. Für den Dreh des Videos hatten wir genau einen Samstag zeit. Am Morgen bauten wir das ganze Set auf. Am Nachmittag trafen die Band und die Statisten ein. Wir hatten detaillierte Pläne für jeden einzelnen bereit, die sie zuerst durchlasen und studierten. Danach probten wir das Ganze etwa drei bis vier mal und es ist bereits alles so gut gelaufen, dass wir uns entschieden anfangen zu filmen. Es machten alle so gut mit, dass wir nach dem dritten Durchlauf bereits alles im Kasten hatten. Bei den Dreharbeiten hat uns unser Mitstudent Lucien Gacond geholfen.

Ton

Die Tonaufnahmen stellten uns von Anfang an vor eine grosse Herausforderung. Niemand von unserer Gruppe arbeitete zuvor mit Ton im Sinne von Musik. Während dem Konzert der Band hat uns der anwesende Tontechniker geholfen, die verschiedenen Tonspuren aufzunehmen. Das war uns eine sehr grosse Hilfe. Nun hatten wir 13 Tonspuren aber keine Ahnung was wir damit Anfangen sollten. Mit dem Programm “Adobe Audition” hat keiner von uns zuvor gearbeitet. Nach einigen Stunden erfolglosem selbst herumbasteln haben wir Marcel Näf um Hilfe gebeten. Mit ihm verbrachten wir mehrere Stunden im Tonstudio, er zeigte uns, was unsere Möglichkeiten mit Audition überhaupt sind und worauf wir beim Ton mischen achten müssen. Schlussendlich verbrachten wir rund 3 Tage im Tonstudio.

Selbstkritik

Für die Konzertaufnahmen waren wir zu wenig vorbereitet und zu wenig vertraut mit den Kameras. Es gab grosse Probleme mit dem Kamerahandling. Zusätzlich haben wir uns zu wenig abgesprochen, wer wie und was filmen muss. Da der Videodreh erst Ende Mai stattfand, war es immer noch so weit weg und wir haben einzelne Arbeiten vor uns hergeschoben, bis es auf einmal Mitte Mai war und wir sehr viel Gas geben mussten. Wir hatten noch genau zwei Wochen zeit alles fertig zu machen. Den Videodreh würden wir nächstes mal, wenn möglich, sicher nach vorne verschieben. Auch würde es sicher helfen bereits im Voraus sich mit den Programmen, die man braucht, vertraut zu machen. Sich in “Adobe Audition” einzuarbeiten kostete uns sehr viel Zeit.

Erkenntnisse

Ein Musikvideo zu drehen macht sehr viel Spass, ist aber auch mit sehr viel Aufwand verbunden. Je mehr Leute dass involviert sind, desto schwieriger wird es, alles unter einen Hut zu kriegen. Wir lernten aber sehr viel bei diesem Projekt. Wir hatten alle noch keine grossen Erfahrungen beim Videodreh. Hier haben uns unsere Fehler beim Dreh vom Konzert sehr viel weiter gebracht und wir konnten sehr viel besser vorbereitet vorgehen. Auch kamen wir alle zum ersten Mal mit dem Programm Audition in Berührung. Dieses Lied zu mischen hat uns allen sehr geholfen mehr Verständnis für Ton zu kriegen.

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