Der andauernde Leistungsdruck als stetiger Begleiter. Das ständige Gefühl, nicht versagen zu dürfen, erfolgreicher, gesünder, sportlicher, hübscher und besser als die anderen zu sein. Wohin führt uns das? Was bleibt, wenn man sich dem Ganzen hingibt oder entsagt? Diese Entscheidung liegt bei jedem von uns selbst.

Heutzutage haben wir mehr Möglichkeiten und Freiheiten denn je. Die Qual der Wahl war noch nie so gross. Es wird erwartet, dass man sich sein Leben so individuell wie möglich gestaltet. Perfekt auf sich zugeschnitten, damit man das meiste aus seinem Leben herausholen kann. Hin und her gerissen zwischen dem eigenen Leistungsanspruch und dem Wunsch, frei zu sein, versucht unsere Protagonistin ihren Weg zu finden. Getrieben von den Erwartungen der Gesellschaft sowie den medial verbreiteten Idealbildern und Erfolgsstorys, gerät sie in eine fatale Spirale, die auch zuletzt Einfluss auf ihre Psyche nimmt.

Jetzt bist du an der Reihe, Entscheidungen zu treffen. Du kannst Einfluss auf den Verlauf der Geschichte nehmen und selbst entscheiden, wie sie weiter gehen soll. Aufgepasst! Die Entscheidungsphasen dauern jeweils 10 Sekunden, die Uhr tickt.

button_was_bleibt_v02

(fs)

Kritik
von Ann-Christin Krumm, Bettina Monn, Rahel Vetsch, Sven Wüst und Tobias Balmer

Für uns stand eines fest: Wir wollten gerne ein grösseres Projekt für Digezz machen. Es galt: Lieber “nur” ein Projekt – dafür aber richtig. Die Idee einen interaktiven Film zu machen, kam uns relativ schnell, da damals gerade “Late Shift” von Tobias Weber herauskam und uns sehr begeisterte. Als Inspiration ist ein solcher Film gut, doch muss man aufpassen, sich nicht zu stark daran zu orientieren und fest zu beissen.

Wie wir zu unserer Geschichte kamen

Mit der Themenfindung des Films taten wir uns zunächst sehr schwer. Was macht man da? Genau, ganz viel zusammen Brainstormen! Wir kamen auf die Idee einen Film über eine Alltagssituation zu machen, aus der man ausbrechen möchte.

Bild1_was_bleibt

Bild2_was_bleibt

Jeder von uns schrieb dazu mehrere Geschichten. Bei der nächsten Sitzung besprachen wir die unterschiedlichen Storys. Plötzlich stellte sich uns die Frage, ob wir überhaupt eine fiktive Geschichte erzählen, oder doch eher in die Richtung der interaktiven Dokumentation zu einem aktuellen Thema gehen wollten? Zunächst fokussierten wir uns auf die Idee einer Dokumentation über Christen und Muslime in der Schweiz.

Wir leben momentan in einer Zeit, in der viele Kriege unter der Flagge der Religion geführt werden. Mit der Dokumentation wollten wir zum einen die Unterschiede der Glaubensrichtungen aufzeigen, doch vermehrt den Fokus auf die tatsächlichen Parallelen legen. Nach der Recherche zu den jeweiligen Religionen begaben wir uns auf die Suche nach möglichen Protagonisten. Wir fanden heraus, dass dieses Jahr an Auffahrt die Christen, wie auch die Muslime, ein Fest feiern. So entstand die Idee, jeweils eine christliche und eine muslimische Familie an diesem Tag zu begleiten. Als wir uns aber weiter darüber erkundigten, mussten wir feststellen, dass weder die Christen noch die Muslime ein filmreifes spektakuläres Fest feiern. Bei der Recherche sagte zu uns ein Evangelischer Pfarrer zu Auffahrt: “Man könnte eher von einer Ausfahrt, als von einer Auffahrt sprechen.” Dies war für uns sehr ernüchternd. Auch weitere Bemühungen,mit ausformuliertem Konzept, spannende gläubige Protagonisten zu finden blieb ohne Erfolg.

Bildunterschrift: Konzept für Real-Dokumentation

Bildunterschrift: Konzept für Real-Dokumentation

So sassen wir letztendlich 1,5 Monate nach der ersten Besprechung immer noch ohne eine handfeste Idee da. Doch ans Aufgeben dachten wir nicht.

Schliesslich entschieden wir uns, zur ursprünglichen Idee zurückzukehren und eine fiktive Geschichte zu erzählen. Am gleichen Nachmittag setzten wir uns noch zusammen und einigten uns auf die Idee, eine Geschichte über eine junge Frau zu schreiben, welche mit den Bemühungen und Herausforderungen der heutigen Zeit zu kämpfen hatte. Plötzlich stand die Geschichte innerhalb von zwei Tagen.

 

Konzeptionsphase

Konzept:

Nachdem die Geschichte stand, schrieben wir eine ausführliche Shotlist. Auf ein Storyboard verzichteten wir aus Zeitgründen. Bei der Planung eines interaktiven Films muss man sich bestimmte Dinge bewusst machen:

Wie viele Entscheidungsmöglichkeiten soll es geben, ohne dass die Produktion zu komplex wird, aber ein interaktiver Film überhaupt Sinn macht?

->Wir entschieden uns für vier Entscheidungsmöglichkeiten.

Wie viele verschiedene Enden soll es geben?

-> Wir entschieden uns für zwei.

Man braucht Bildmaterial, das bei den Entscheidungssequenzen eingeblendet wird. Ist es einfach nur ein Foto, eine Animation oder spielt die Geschichte im Hintergrund weiter?

-> Wir haben uns für reales Bewegtbild entschieden, in der die Handlung aber einfriert.

Shotlist:

Bild4_was_bleibt Bild5_was_bleibt Bild6_was_bleibt

 

Produktionsphase

Wir wollten uns alle in unseren jeweiligen Vertiefungsfächern (Film&TV, Branded Motion und Media Application) weiterentwickeln, also teilten wir so auch unsere Arbeit strikt auf.

Materialliste:

Hier die vollständige Liste des Equipments:

  • Sachtler Videostativ
  • Gimbal DJI Ronin M
  • Kamera Panasonic GH4
  • Kamera Sony a7s
  • Objektive: Makro / 24-70mm / 35mm / 55mm
  • Litepanels Sola Lichtkoffer
  • Zoom H6
  • Tonangel
  • Sennheiser Richtmikrofon
  • XLR-Kabel
  • Kabelrolle
  • SD-Speicherkarten
  • Akkus
  • Bouncer

Was man nicht vergessen sollte: Das Equipment vor den Drehtagen zu kontrollieren und einstellen, damit man am Drehtag keine Zeit verliert. Da die Zeit bei einem Dreh meistens schon zu knapp berechnet ist, darf kein Risiko aufseiten kalkulierbarer Dinge verloren gehen.

Drehtag 1: Wohnungsszenen – Herausforderungen

Am ersten Drehtag filmten wir alle Szenen in der Wohnung. Da wir in einer Altbauwohnung filmten, welche einen Holzboden hatte, hörte man leider jede kleinste Bewegung des Kamerateams. Schritte und andere Geräusche zu vermeiden war für uns alle eine unerwartete Herausforderung.

Ebenso hatten wir nur einen Lichtkoffer zur Verfügung. Die Wohnung ist allgemein sehr dunkel und der Flur sehr eng geschnitten. Unser Kamerateam sowie die Protagonistin mussten sich dennoch frei im Flur bewegen können, da ein One-Shot mit Gimbal gedreht wurde. Es musste daher etwas mit dem Licht in der jeweiligen Szene improvisiert werden. Leider konnten wir ein unschönes Mischlicht nicht verhindern. Für die Planung und Setzung des Lichts werden wir uns das nächste Mal mehr Zeit nehmen.

Nach 10 Stunden Dreh und einstellender Konzentration, passierten uns auch ein paar Leichtsinnsfehler. So vergassen wir für die Postproduction darauf zu achten, dass die Protagonistin mit dem Körper nicht den PC-Bildschirm verdeckte. Das bescherte uns fünf Tage mehr Arbeit beim Tracken in After Effects.

Trotz der ausführlichen Shotlist mussten wir bei einigen Shots immer wieder etwas umdenken, da vor Ort immer alles noch mal etwas anders wirkt. Spontanität und Kreativität waren also gefragt.

Drehtag 2: Crestasee – Herausforderungen

Von uns war noch nie jemand zuvor am Crestasee, wir wussten einzig, dass es einen Steg hatte und dass er sehr schön sein sollte. Wir stellten uns eigentlich eine Stegszene als Intro und Outro vor, doch da dieser bei unserer Ankunft von Passanten bereits besetzt war, mussten wir etwas umdenken.

Während des ganzen Drehs mussten wir immer darauf achtgeben, dass keine fremden Personen in den Bildausschnitt kamen.

Für die Geschichte fehlte uns noch eine malerische Schaukelszenerie. Darum beschlossen wir uns kurzerhand eine selbst zu basteln. Die Schaukel hing zwar nur ca. 20 cm über dem Boden und unsere Protagonistin konnte zwar nicht so viel Schwung darauf holen, doch für die Aufnahmen klappte es einigermassen! Sie riss nur sehr langsam und wir konnten genug Bildmaterial bis dahin sammeln. Verletzte gab es keine.

Bild8_was_bleibt Bild7_was_bleibt Bild9_was_bleibt

Wir kamen zügig mit den Aufnahmen voran und lagen schön in unserem Zeitplan.

Drehtag 3: Clubszene – Herausforderungen

Wir bekamen netterweise sehr spontan vom Besitzer des Selig in Chur den Bescheid, dass wir in seinem Club filmen durften. Wir filmten ausserhalb der Öffnungszeiten, damit wir ungestört unserer Arbeit nachgehen konnten. Trotzdem brauchten wir natürlich ein paar Statisten, damit unsere Clubszene glaubwürdig wird.

Zwar nicht viele, aber ein paar freiwillige Statisten aus unserem Jahrgang liessen sich spontan finden. Es stellte sich heraus, dass mit der richtigen Wahl des Bildausschnittes und einem Makro Objektiv 6 Leute im Hintergrund völlig ausreichten. Glücklicherweise hatten wir genügend Zeit im Selig eingerechnet, bevor die Statisten eintrafen und so konnten wir uns gut vorbereiten und bereits einige Aufnahmen machen. Grosszügigerweise durften wir die Lichtanlage des Seligs verwenden. Die bunten Lichter verleihen der Clubszene das gewisse Etwas. Auch an diesem Drehtag hatten wir das Zeitmanagement im Griff.
Innerhalb von 1,5 Wochen hatten wir die Geschichte ausgearbeitet und alle Szenen im Kasten. Danach ging es in die Postproductionphase.

 

Postproduktionphase

Schnitt: Ann-Christin Krumm und Sven Wüst

Eine der grössten Herausforderungen zu Beginn war, eine Rohschnittfassung an einem Stück für einen Film zu erstellen, der sich immer wieder in verschiedene Ausgänge und Handlungsstränge verzweigt. Hierfür war es hilfreich sich alles einmal aufzuzeichnen.

Bild10_was_bleibt

Es war wichtig das Ganze von Anfang an strukturiert aufzuziehen, sodass kein Chaos entsteht. Unser Film besteht im Grunde aus kleinen verschiedenen Filmsequenzen, die je nachdem welche Entscheidung getroffen wird, unterschiedlich miteinander verlinkt werden. Die erste Rohschnittfassung versuchten wir als ein Ganzes zu schneiden, damit wir einen Überblick über das Drehmaterial gewinnen konnten. Danach teilten wir das Material in einzelne Szenen so auf, wie sie auch später auf der Webseite aufgeladen werden sollten:

  • 1.0 Intro
  • 1.1 Intro_nein
  • 2.0 Schaukel-/Joggingszene
  • 2.1 Tabletten_nein
  • 2.2 Tabletten_ja
  • 3.0 Im Zimmer
  • 3.1 Film_Nein
  • 3.2  Film_Ja
  • 4.0 Im Club
  • 4.1  Drogen_nein
  • 4.2 Drogen_ja
  • 5.0 Ende_Gut
  • 5.1 Ende_Schlecht

Da wir zu zweit am Schnitt gearbeitet haben, musste immer darauf geachtet werden, dass die Ordnerstruktur eingehalten wurde. Ausserdem mussten die einzelnen Sequenzen in sich schlüssig sein, also einen klaren Anfang und ein Ende. Musik musste angepasst werden, sodass bei der nächsten Sequenz, nach einer Entscheidung die Übergänge stimmig sind und den Zuschauer nicht aus der Handlung reisst. Mit der Aufforderung, eine Entscheidung zu treffen, wird der Zuschauer immer wieder “aufgeweckt” und angehalten sich mit der Geschichte intensiver zu befassen. In einer Szene haben wir ein “Youtube Video”, welches aus vielen verschiedenen Youtube Videos geschnitten wurde, eingebaut.

Sounddesign: Ann-Christin Krumm & Sven Wüst

Unsere Soundtracks haben wir auf der Seite Mobygratis.com gefunden. Auf Anfrage bekommen unabhängige und studentische Filmproduktionen dort die Musiklizenzen kostenlos. Etliche Geräusche haben wir im Nachhinein noch von freesound.org heruntergeladen.

Grading: Ann-Christin Krumm & Sven Wüst

Was wir erst im Nachhinein gelernt haben war, dass es sich sehr schwierig gestaltet One Shots zu graden, die innerhalb der Szene verschiedene Lichtverhältnisse beinhalten. Insgesamt wurde uns wieder bewusst, wie wenig Erfahrung wir bisher fürs Grading gesammelt haben und wie viel Zeit es doch eigentlich dafür beansprucht.

After Effects: Bettina Monn & Rahel Vetsch

After Effects haben wir für alle aussergewöhnlichen Szenen oder diese, welche korrigiert werden mussten verwendet:

Spiegelszenen: Wir filmten jeweils in einem Shot, wie die Protagonistin “normal” in den Spiegel schaut, danach hielt sie einen Moment inne, machte die Bewegung des schizophrenen Spiegelbilds und schaute danach nochmals “normal” in den Spiegel. Das grösste Problem an diesen Szenen war, dass die Schauspielerin exakt am gleichen Ort hätte stehen müssen, damit ihre Bewegungen nicht stockten. Bereits die kleinste Abweichung von der ursprünglichen Position merkte man sofort. Leider hatten wir keine Aufnahmen, wo die Hauptdarstellerin genügend lange still vor dem Spiegel stand. Wir entschieden uns daher, die Protagonistin vor dem Spiegel in Slow Motion zu setzen, damit wir etwas Zeit gewannen und so die Rucke im Bild vermieden werden konnten. Bei genauerem Betrachten wird man dies jedoch erkennen können.

Bildschirm tracken: Damit man auch sieht, was unsere Protagonistin am Laptop arbeitet, haben wir uns entschieden, den Bildschirm nachträglich mit Inhalten zu füllen. Beim Dreh hatten wir für den Bildschirm gute Trackingpunkte gesetzt, welche uns zur Orientierung dienen sollten. Doch leider achteten wir zu wenig darauf, dass die Protagonistin nicht den Bildschirm überdeckte. Somit war die Herausforderung nicht nur den Bildschirm, sondern auch die Protagonistin, welche sich vor dem Bildschirm bewegte, rauszutracken. So mussten wir in der Nachbearbeitung die Szenen Frame by Frame freisetzen und die Protagonistin aus dem Bildschirm schneiden. Die dunklen Lichtverhältnisse im Zimmer erschwerten uns diese Arbeit zusätzlich. Dank unserer Unachtsamkeit diesbezüglich hatten wir ca. 5 Tage mehr Arbeit an diesen Szenen.

Schlussszene: Bei der Schlussszene befanden sich in einer Ecke einige Passanten im Bild. Wir wollten aber, dass keine anderen Menschen ausser unserer Schauspielerin zu sehen waren, da dies die ganze Stimmung zerstört hätte. Wir ersetzten und trackten also die Ecke, in der die Menschen standen, durch einen ähnlichen Bildausschnitt, sodass sich die Maske mit der Kamera mitbewegt. Das ganze Prozedere funktionierte, mit ein wenig Ausprobieren, recht gut. Wir mussten jedoch einen Mittelweg zwischen “Man-bemerkt-den-Stempel” und “Man-sieht-die-Menschen” finden.

Zimmerszenen: Um die lange und anstrengende Lernzeit in der Story aufzuzeigen, entschieden wir uns eine Kamerafahrt, welche durch die Wände in das Zimmer fährt einzubauen. Dabei werden die Bilder immer dunkler und somit kann der Zuschauer erahnen, dass es immer später wird. Die Szenen haben wir einzeln gedreht und im After Effects zu einer zusammengeschoben. Die Wände ersetzten wir durch schwarze Balken. Leider hatten wir bei unseren Drehtagen keinen Slider zur Verfügung. Die Geschwindigkeit der Kamerafahrt wurde durch die Verwendung eines Gimbals, anstelle eines Sliders, nicht ganz so gleichmässig. Das Verschieben der Objekte, mit der richtigen Geschwindigkeit und Rotation, wurde daher mit verschiedenen Masken und vielen Positionierungs-Keys gelöst.

Coden: Tobias Balmer

Schon länger hatte ich mich mit dem Thema “Interaktiver Film” auseinandergesetzt. Leider immer nur oberflächig. Einer der wichtigsten Punkte aus technischer Sicht war für mich ein ruckelfreies Video wiedergeben zu können, bei dem nicht ersichtlich wird, wann ein normaler Schnitt stattfindet und wann durch die Entscheidung ein “anderes” Video geladen wurde. Gleichzeitig ist aber der Datenverbrauch immer noch relevant, es durften also nicht ALLE Videos vorgeladen werden, sondern nach und nach so, wie sich der Zuschauer entscheidet.

Das Ganze mittels HTML5 Videos zu realisieren, um möglichst breite Kompatibilität zu gewährleisten, war dann die grosse Herausforderung dieses Projekts.

Nachdem die Entscheidung für dieses Projekt gefallen war, ging es ans Vorbereiten, mich zu informieren, zu experimentieren und zu testen. Da war auch schon der erste Stein in den Weg gelegt. Bei mobilen Apple Geräten (iPhone, iPad) war es nicht möglich Video vor zu laden. Ausserdem musste ein Video immer durch eine Interaktion des Benutzers gestartet werden, es konnte nicht durch Beenden eines Videos das Nächste gestartet werden. Erschwerend kam hinzu, dass auf dem iPhone Bewegtbilder immer im Vollbildmodus abgespielt wurden. Die einzige Lösung: Es gab keine Lösung. Schweren Herzens musste die Unterstützung der Apple Geräte eingestellt werden.

Durch die mehrfache Überarbeitung des Konzepts änderten sich auch immer wieder die technischen Anforderungen. Vorbereitungen wie beispielsweise einen Overlay-Slider mit zwei Videos wurden also wieder verworfen.

Glücklicherweise konnte dann, nach 1,5 Monaten, ein Konzept gefixt und die Vorbereitungen zur Interaktion soweit es ging abgeschlossen werden. Dann hiess es zuerst einmal filmen und schneiden, damit endlich die richtigen Daten da waren.

Tag X war gekommen, der Rohschnitt lag vor. Jetzt begann die richtige Programmierarbeit. Es ging gut vorwärts, typisches 80-20 Prinzip. Dann kam die zweite grosse Hürde. Google Chrome hatte ein nicht genau definierbares Problem mit einigen Videofiles. Die Fehlermeldung (ERR_CONTENT_LENGTH_MISMATCH) deutete auf GZIP, widersprüchliche Dateigrössen oder einen Bug im Browser hin. Die ersten zwei Dinge waren einfach zu überprüfen. Das Dritte Stellte sich als wahres Problem heraus. Nach zig Stunden war dann glücklicherweise ein funktionstüchtiger Workaroud geschrieben. Zuletzt wollte ich noch eine “Browserweiche” einbauen um bei einer zu langsamen Internetverbindung die Möglichkeit bieten das Video mit einer geringeren Dateigrösse (mit dem Kompromiss einer schlechteren Bildqualität) zu schauen.

 

Fazit

Während des ganzen Projekts hat jeder Einzelne von uns sehr viel gelernt und das über die einzelnen Aufgaben hinaus. Als wir dann endlich die finale Idee für die Geschichte hatten, bereitete uns das Projekt auch viel Freude. Für unsere nächsten Projekte nehmen wir sicherlich mit, dass wir noch etwas detaillierter planen bzw., dass wir versuchen mehr Vorbereitungszeit einzuplanen, als den einen Tag, der uns letztlich zur Verfügung stand. Eine Geschichte zu schreiben braucht Zeit. Einen Film zu drehen braucht Zeit. Es ist und bleibt ein kreativer Prozess, welchen man nicht versuchen sollte, gekünstelt zu verlängern oder zu verkürzen. Manchmal lohnt es sich, einen Schritt oder gar zur Ausgangslage zu gehen. Einmal wieder beweist sich: Probieren geht über Studieren.
Wir alle sind froh, dass wir das Projekt nun online stellen können und sind gespannt, wie es ankommt. Für uns hat es sich gelohnt, so viel Zeit und Herzblut in das Projekt zu stecken.

Kommentare (2)

Schreibe einen Kommentar