MobileDeviceProduction

Starfotografie mit Smartphone? Hollywoodproduktion mit iPad?

Smartphones und Tablets. Freiheitlich, revolutionär und multimedial. Zwei Geräte, die kommunizieren und verknüpfen, deren Erfindung unsere Welt veränderte und unser Leben prägt.

Sie lassen Konsumentenherzen höher schlagen, denn mit ihnen geht vieles einfacher und schneller. Doch wie steht es um die Produzenten? Kann mit den Geräten auch einfach und schnell produziert werden oder ist das Herzflattern erstes Anzeichen eines Infarkts?

Unerschrocken und tollkühn wagten wir das Experiment. Den Laptop zu Hause gelassen und nur mit Smartphones und Tablets ausgerüstet, machten wir die Probe aufs Exampel.

Videoproduktion mit Tablet
Noch vor den eigentlichen Aufnahmen haben wir uns mit verschiedenen Filmschnittsoftware auseinander gesetzt. Der Liebling war schnell gefunden: Avid for iPad. Es entstammt dem wohl bekanntesten, gleichnamigen Schnittprogramm und bietet dem Benutzer einen grossen Handlungsspielraum. Schnell aus dem Rennen war die Software von Vimeo, da diese nur den Upload auf die eigene Plattform erlaubt. iMovie wurde aufgrund seiner minimalistischen Werkzeugpalette und der fehlenden Titelfunktion ebenfalls disqualifiziert.

Während den Aufnahmen wurden uns die Vor- und Nachteile einer Produktion mit iPad rasch bewusst. Zwar ist das Gerät absolut idiotensicher, die Grenzen der Familienfilm-Produktion können damit aber nicht überschritten werden. Verwackelte Bilder aufgrund der fehlenden Stabilität, eine ungenügende Tonqualität und Einschränkungen in der Speicherkapazität sind die wohl markantesten Nachteile. Die Nachbearbeitung gestaltet sich aufgrund einiger fehlenden Funktionen und des unexakten Schnittwerkzeugs schwierig.

Making-Of mit Smartphone
Die Möglichkeiten im Bereich Smartphone-Fotografie ist beinahe grenzenlos und die entsprechenden Apps zahlreich. Dennoch haben wir unseren Favoriten auch hier gefunden: PicsArt. Die Bildbearbeitungssoftware verfügt über eine Vielzahl verschiedener regulierbarer Filter. Dennoch gestaltet sich die Bearbeitung aufgrund des kleinen Displays schwierig und die gleichzeitige Ausführung mehrerer Aktionen ist nicht möglich.

Mit dem Smartphone stets griffbereit können Situationen zwar jederzeit eingefangen werden, die Mobilität fordert aber Qualitätseinbussen und das Fokussieren bleibt Lotterie.

Fazit
Summa Summarum bieten Smartphones und Tablets ihren Konsumenten grosse Freiheit und Mobilität. Die Revolution scheint bei der Produktion anspruchsvoller Projekte jedoch vorerst gescheitert.