Light Pictures

Mit Langzeitbelichtungen entstehen faszinierende Fotokreationen. Menschen werden zu schemenhaften Umrissen, Autos, Busse und Züge lösen sich in leuchtende Strahlen auf und mit Hilfe einer Taschenlampe entstehen Bilder im Dunkeln.

Von Eveline Bürgi, Svenja Hässig und Regula Sandi

Geister an der HTW? Nein, die Menschen auf unseren Bildern sind natürlich echt. Es ist auch kein Spuk, der sie fast durchsichtig macht, sondern reine Fototechnik. Für diesen Digezz-Beitrag haben wir mit Belichtungszeit und Blende herumexperimentiert. Zuerst in verschiedenen HTW-Räumen, dann im Studio mit einer Taschenlampe und schliesslich bei Nacht und Nebel auf den Strassen von Chur.

Für die erste Bilderserie haben wir unsere Protagonisten mit einer Belichtungszeit zwischen 10 und 20 Sekunden fotografiert. Die Blende betrug f/22. Mindestens einmal sollten die Personen während der Aufnahme ihre Position wechseln. Das Resultat: Auf jedem Foto ist die Person mit einem “Doppelgänger” abgebildet, durchsichtig und schemenhaft sichtbar. Gespenstig allemal. Schaut es euch gleich selbst an.

Die zweite Fotoserie ist im dunklen Fernsehstudio entstanden. Mit der bulb-Funktion verlängerten wir die Verschlusszeit auf über 30 Sekunden, bei einer Blende von f/22. Mit einer Taschenlampe haben wir Bilder in die Luft gezeichnet. Durch die lange Belichtungszeit nimmt die Kamera die Bewegung auf. So entstehen interessante Mischformen aus Illustration und Fotografie. Jedes Bild ist ein Kunstwerk für sich.

Und schliesslich folgt hier noch eine Nacht- und Nebelaktion – im wahrsten Sinne. Die etwas verschleierte Sicht tut dem Effekt aber keinen Abbruch. Die Langzeitbelichtungen zeigen den Verkehr auf Strasse und Schiene einmal aus anderer Perspektive. Die Verschlusszeit lag bei den meisten Bildern um 3 Sekunden. Die Blende betrug f/10. Die Aufnahmen sind an einem Abend in Chur entstanden.