Ich kenne dich schon!

“Die ist bestimmt eine Tusse!” oder “Der ist bestimmt ein Aufreisser!”. Solche und ähnliche Gedanken gehen einem durch den Kopf, wenn man in einem Café sitzt und Leute beurteilt. Sie passiert unbewusst, die Schubladisierung unserer Mitmenschen. Ein Reflex aus der Urzeit, um uns vor möglichen Feinden und Gefahren zu schützen. In einem Selbstversuch testen wir unsere Menschenkenntnisse und möchten zeigen, wie schnell wir Menschen falsch einschätzen.

Es braucht wenige Sekunden bis wir einen Menschen beurteilen. Dies geschieht aufgrund von Stimme, Kleidung, Frisur, Schmuck – alles Oberflächlichkeiten. Trotzdem schliessen wir automatisch auf den Charakter, die Moral, die Fähigkeiten der Person. Durch die vorgedachte Meinung wird die Beurteilung des Menschen zur “sich selbst erfüllenden” Prophezeiung. Wir warten nur darauf, dass wir unsere Beurteilung bestätigen können. Eine Barriere baut sich auf, Missverständnisse entstehen – man lernt den Menschen hinter der Maske gar nicht mehr kennen. Es kann aber auch anders kommen. Wir liegen richtig mit unserer Einschätzung, der beurteilte Mensch empfindet, dass wir ihn kennen oder zumindest fühlen.

Aber versucht doch selber mal die interviewten Personen einzuschätzen: